Lübbens altes Munitionswerk kehrt unter neuer Führung in die Produktion zurück
Mila VoigtDiehl Defence stellt Zünder im Spreewerk Lübben her - Lübbens altes Munitionswerk kehrt unter neuer Führung in die Produktion zurück
Historisches Munitionswerk in Lübben soll unter neuer Führung Produktion wiederaufnehmen
In Lübben wird ein historisches Munitionswerk unter neuer Leitung die Produktion wieder aufnehmen. Die Unternehmen Diehl Defence und ihr Partner Tauber modernisieren derzeit das ehemalige Spreewerk, das sich in den 1990er-Jahren auf die Entmilitarisierung von Rüstungsgütern spezialisiert hatte. Künftig sollen hier wieder explosive Komponenten für militärische Zwecke hergestellt werden.
Das Spreewerk war ursprünglich als Munitionsfabrik in Betrieb, stellte seine Produktion nach dem Kalten Krieg jedoch auf Entmilitarisierung um. Nun rüsten Diehl Defence und Tauber den Standort auf, um die Fertigung neu zu starten. Im Fokus stehen Zünder und andere Vorprodukte für Sprengstoffe.
Die Arbeiten an der Anlage laufen noch, eine vollständige Wiederaufnahme der Produktion steht nicht unmittelbar bevor. Auch der Rüstungskonzern Rheinmetall wird sich am Projekt beteiligen und plant, ab 2024 am Standort mit der Herstellung zu beginnen. Bevor die Produktion jedoch anlaufen kann, müssen die Unternehmen noch die erforderlichen Genehmigungen einholen. Die Wiederbelebung des Werks ist Teil einer größeren Initiative zur Ausweitung der deutschen Bahnproduktion. Deutschland will durch eine Steigerung der heimischen Fertigung die europäischen Verteidigungsfähigkeiten stärken. Diehl Defence stellt bereits heute Lenkwaffen her, darunter das Flugabwehrsystem Iris-T, das aktuell in der Ukraine eingesetzt wird.
Sobald alle Umbaumaßnahmen abgeschlossen und die notwendigen Freigaben erteilt sind, wird das Werk in Lübben zur deutschen Bahnproduktion beitragen. Der Standort wird sich auf explosive Komponenten spezialisieren und damit die Bemühungen unterstützen, die Verteidigungsausstattung in ganz Europa zu verbessern. Mit dem Abschluss der letzten Vorbereitungen soll die Produktion 2024 starten.






