Symrise freigesprochen: US-Behörden stellen Kartellermittlungen ein
Emilia NeumannSymrise: US-Behörden stellen Kartellverfahren ein - Symrise freigesprochen: US-Behörden stellen Kartellermittlungen ein
Symrise, ein führender Hersteller von Duft- und Aromastoffen, hat nach einer langwierigen Kartellrechtsuntersuchung die Freigabe der US-Behörden erhalten. Das Unternehmen war des Preisfixings und wettbewerbswidrigen Verhaltens beschuldigt worden, hatte die Vorwürfe jedoch stets zurückgewiesen.
Das US-Justizministerium hat die Ermittlungen nun eingestellt, da keine Beweise für rechtswidriges Handeln von Symrise vorlagen.
Die Untersuchungen gegen Symrise begannen 2023, als die Europäische Kommission eine Razzia in der Unternehmenszentrale in Holzminden durchführte. Behörden in mehreren Ländern, darunter die USA und Großbritannien, prüften, ob das Unternehmen in illegale Absprachen mit Konkurrenten verwickelt war.
Die Entscheidung der USA folgt dem Vorbild der britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA), die ihr Verfahren gegen Symrise bereits eingestellt hatte. Die Ermittlungen der Europäischen Kommission laufen hingegen noch.
Auch andere große Unternehmen der Duftstoffbranche wie Givaudan, International Flavors & Fragrances (IFF) und Firmenich standen unter Beobachtung. Einige dieser Firmen haben die Vorwürfe bestritten, Vergleichslösungen ausgehandelt oder mit den Behörden kooperiert, um mögliche Strafen zu mildern.
Symrise, das 12.700 Mitarbeiter beschäftigt und Kunden in 150 Ländern beliefert, verzeichnete 2024 einen Umsatz von knapp 5 Milliarden Euro. Trotz der Ermittlungen behielt das Unternehmen seine Position als weltweiter Marktführer in der Herstellung von Düften und Aromen bei.
Mit der Einstellung des US-Verfahrens drohen Symrise keine weiteren Maßnahmen seitens der amerikanischen Behörden. Die Europäische Kommission ermittelt jedoch weiterhin, sodass die abschließende Klärung der Kartellvorwürfe noch aussteht. Die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens bleiben unbeeinträchtigt – weder in den USA noch in Großbritannien wurden Fehlverhalten festgestellt.






