Heizungsgesetz-Reform bringt Klarheit: Wärmepumpen bleiben bis 2029 gefördert
Emilia NeumannFörderung bis 2029 - Wärmpumpenhersteller freut sich über neues Gesetz - Heizungsgesetz-Reform bringt Klarheit: Wärmepumpen bleiben bis 2029 gefördert
Deutschlands lang diskutierte Heizungsgesetz-Reform nimmt endlich Gestalt an. Die neue Vorlage der Koalitionsregierung bestätigt Fördergelder für Wärmepumpen mindestens bis 2029 und schafft damit nach monatelanger Unsicherheit Klarheit. Die Änderungen erfüllen zudem ein zentrales Wahlkampfversprechen der Union und räumen mit Verwirrungen auf, die seit Amtsantritt der aktuellen Regierung bestanden.
Das ursprüngliche Gesetz sah bereits vor, dass bestehende Heizöl- und Gasheizungen von den Vorgaben ausgenommen bleiben. Bei Neuanlagen galt jedoch die Pflicht, mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien zu nutzen. Nach der überarbeiteten Fassung dürfen neue Systeme zwar weiterhin mit Heizöl oder Gas betrieben werden – allerdings nur, wenn sie ab 2029 auf Biokraftstoffe umstellen. Diese hybriden Lösungen werden jedoch keine Förderung erhalten.
Seit Bekanntgabe der Reformen und der Verlängerung der Subventionen schwankt die Nachfrage nach Wärmepumpen. Anfangs bremste die Marktunsicherheit die Verkäufe, doch zu Beginn des Jahres 2025 wurden Wärmepumpen erstmals zum meistverkauften Heizsystem. Verbraucher eilen nun, noch vor möglichen Änderungen der Förderbedingungen zu kaufen – ein Trend, den Branchenbeobachter als "Endspurt für die bestehenden Zuschüsse" bezeichnen.
Stiebel Eltron, einer der führenden Wärmepumpen-Hersteller, begrüßt den Vorstoß der Regierung zur Reform des Gebäudeenergiegesetzes. Unternehmenschef Kai Schiefelbein appellierte an die Politik, das Antragsverfahren für Fördergelder einfach zu halten. Zudem forderte er, europäische Hersteller bei den Subventionen zu priorisieren, um die Wende zugunsten der heimischen Industrie zu gestalten.
Das überarbeitete Gesetz ebnet den Weg für klarere Vorgaben bei Heizungssanierungen und sichert weiterhin finanzielle Unterstützung für Wärmepumpen. Neue Heizöl- und Gasheizungen müssen ab 2029 strengere Biokraftstoff-Auflagen erfüllen, erhalten aber keine Förderung mehr. Angesichts steigender Nachfrage zielen die Reformen darauf ab, Umweltziele mit Marktstabilität in Einklang zu bringen.






