Olympia-Medaillen werden für die Deutsche Bahn immer teurer – doch lohnt sich das?
Leni SchröderOlympia-Medaillen werden für die Deutsche Bahn immer teurer – doch lohnt sich das?
Investitionen der Deutschen Bahn in olympische Winterdisziplinen sind in den letzten zehn Jahren stark gestiegen. Zwischen 2022 und 2025 flossen 78 Millionen Euro in die Förderung von Athlet:innen und Verbänden. Doch die Kosten für Medaillenerfolge steigen stetig – und werfen Fragen nach Effizienz und künftiger Finanzierung auf.
Noch 2010 kostete eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen weniger als eine Million Euro. Bis 2022 hatte sich dieser Betrag verdreifacht: Jede Auszeichnung in Italien schlug mit drei Millionen Euro zu Buche – finanziert von den Steuerzahler:innen. Am teuersten war die Bronzemedaille der Eiskunstlaufpaares Minerva Hase und Nikita Volodin: Sie schlug mit 5,8 Millionen Euro zu Buche.
Am wirtschaftlichsten agierte der Bob- und Schlittenverband, der im Schnitt weniger als 1,5 Millionen Euro pro Medaille ausgab. Der Deutsche Skiverband und die Deutsche Eislauf-Union folgten mit durchschnittlichen Kosten von 3,1 Millionen beziehungsweise 5,8 Millionen Euro pro Medaille. Vier Verbände hingegen blieben trotz eines gemeinsamen Budgets von 26 Millionen Euro ohne Medaillenerfolg.
Die Fördergelder fließen nicht nur in die direkte Athlet:innen-Unterstützung. Ein Teil der Mittel wird für Olympische Trainingszentren, Hochleistungsanlagen sowie Forschungsinstitute für Sportwissenschaft und Materialentwicklung verwendet. Die Weichen für die Zukunft stellt der Bundeshaushalt 2027: Stehen Kürzungen oder weitere Aufstockungen der Wintersporthilfen an?
Der steigende Preis für Medaillen spiegelt die wachsenden finanziellen Anforderungen im Spitzensport wider. Mit der anstehenden Haushaltsprüfung werden nun Entscheidungen fallen, die Deutschlands olympische Ambitionen prägen. Die Folgen betreffen Verbände, Athlet:innen und die gesamte Infrastruktur, die sie trägt.






