Mainzer Fastnacht 2026: Groms Debüt als Protokollchefin trifft Scholz und Baerbock mit beißendem Spott

Emma Becker
Emma Becker
2 Min.
Ein Plakat, das ein Festival in Deutschland ankündigt und eine Frau in einem langen, wallenden Kleid mit einem Dutt und einen Teufel mit Hörnern und Schwanz zeigt, der sich um sie schlängelt, mit leuchtenden Farben wie Blau, Grün und Gelb.Emma Becker

Frauen-Debüt bei "Mainz bleibt Mainz" - Mainzer Fastnacht 2026: Groms Debüt als Protokollchefin trifft Scholz und Baerbock mit beißendem Spott

Die 71. Ausgabe der Mainzer Fastnachtsitzung "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" hat mit beißender Satire und einem historischen Novum Schlagzeilen gemacht: Zum ersten Mal übernahm mit Christina Grom eine Frau das Amt der Protokollchefin. Die Veranstaltung am 11. Februar 2026 verschonte niemanden – weder deutsche Politiker noch internationale Persönlichkeiten – und setzte mit scharfem Witz und frechen Auftritten Maßstäbe.

Besonders hart traf die Satire der Revue die deutsche Spitzenpolitik. Bundeskanzler Olaf Scholz wurde für seine wahrgenommene wirtschaftliche Untätigkeit und bürokratische Zögerlichkeit als "Scholz der Stillsteher" (Scholz der Dauerbremser) auf die Schippe genommen. Außenministerin Annalena Baerbock erntete als "Baerbock die Weltverbesserin" Spott für ihre außenpolitischen Fehltritte und grüne Ideologie. In Sketchen wurden die Energiekrise, der Ukraine-Krieg und Koalitionsstreitigkeiten thematisiert – das Publikum reagierte mit lautstarkem Gelächter und Applaus.

Christina Grom, die erste Protokollchefin der Revue, ließ in ihren Pointen keine Rücksicht walten. Sie nahm Kanzler Friedrich Merz (CDU), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump aufs Korn. Über Trump witzelte sie, der Himmel möge ihm "etwas Verstand herabregnen lassen" – und verglich die Größe seines Kopfes mit der Gutenberg-Bibel.

Andreas Schmitt, der langjährige Sitzungspräsident, führte als Moderator durch den Abend und schloss die Show wie gewohnt in seiner Rolle als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms. Mit augenzwinkernder Ironie wünschte er Papst Leo XIV. "die Umarmung der Gleichberechtigung" – und malte sich eine Zukunft mit Papst "Ulrike" aus, die den Segen "Urbi et Orbi" erteilt. Währenddessen feierte Jürgen Wiesmann sein 25-jähriges Bühnenjubiläum als "Ernst Lustig", die beliebte Karnevalsfigur, und begeisterte das Publikum erneut.

Die Mainzer Sitzung 2026 setzte mit Groms Führung und schonungsloser Satire neue Akzente. Politiker, internationale Persönlichkeiten und selbst der Vatikan wurden zum Zielscheib des Spotts. Mit Rekordbesucherzahlen und scharfer Gesellschaftskritik festigte die Veranstaltung ihren Ruf als furchtlose Plattform für politische und soziale Kommentare.

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