CDU drängt auf Apothekenreform: Höhere Gebühren und mehr Digitalisierung geplant
Emma BeckerCDU drängt auf Apothekenreform: Höhere Gebühren und mehr Digitalisierung geplant
Apothekenreformen stehen derzeit im Mittelpunkt der parlamentarischen Debatten in Deutschland. Die CDU-Politikerin Simone Borchardt hat mehrere dringende Punkte benannt, darunter Festgebühren für Apotheken und die Rolle der Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA). Die Verhandlungen über diese Änderungen sollen in der kommenden Woche an Fahrt aufnehmen.
Borchardt betonte, dass die Festgebühr für Apotheken auf 9,50 Euro angehoben werden müsse – wie im Koalitionsvertrag vereinbart. Die CDU setzt darauf, dies kurzfristig per Verordnung umzusetzen, während langfristige Gespräche mit den Krankenkassen noch vor den Koalitionsverhandlungen folgen sollen.
Ein weiteres drängendes Problem ist die Null-Retaxations-Regelung, die Apotheker derzeit mit finanziellen Risiken belastet. Borchardt bezeichnete die aktuelle Praxis als "inakzeptabel" und forderte eine gerechtere Lösung. Gleichzeitig warnte sie davor, Online-Apotheken oder ausländischen Online-Anbietern größeren Spielraum beim Verkauf von Medikamenten einzuräumen.
Die Digitalisierung bleibt ein zentrales Anliegen – insbesondere die volle Zugriffsmöglichkeit von Apothekern auf die elektronische Patientenakte (ePA). Borchardt argumentierte, dies helfe, gefährliche Wechselwirkungen von Arzneimitteln zu vermeiden. Ungeklärt ist hingegen nach wie vor die angemessene Vertretung der PTAs, obwohl es bereits Pilotprojekte gab.
Die CDU unterstützt zudem Reformen, die die Gründung von Filialapotheken erleichtern sollen, und wies Bedenken von Landesbehörden zurück. Die Änderungen zielen darauf ab, den Sektor zu modernisieren und lokale Apotheken vor unlauterem Wettbewerb zu schützen.
In den nächsten Tagen werden die Verhandlungen über die Apothekenreformen an Tempo gewinnen. Zu den zentralen Themen zählen die geplante Gebührenerhöhung, der digitale Zugriff auf Patientendaten und die Vertretung der PTAs. Jede Einigung wird maßgeblich beeinflussen, wie Apotheken künftig arbeiten und sich im Wettbewerb behaupten.






