Forschungsprojekt TOWEWA revolutioniert flüssigen Wasserstoff für Industrie und Luftfahrt

Emma Becker
Emma Becker
2 Min.
Eine Liniengrafik, die die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem beschreibendem Text.Emma Becker

Forschungsprojekt TOWEWA revolutioniert flüssigen Wasserstoff für Industrie und Luftfahrt

Neues Forschungsprojekt TOWEWA: Effizientere Nutzung von flüssigem Wasserstoff

Ein neues Forschungsvorhaben mit dem Namen TOWEWA ist gestartet, um die Herstellung, Lagerung und Nutzung von flüssigem Wasserstoff (LH₂) zu optimieren. Die Initiative vereint Hochschulen und führende Industrieunternehmen mit dem Ziel, Energieverluste in Wasserstoffsystemen zu verringern. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch Landesmittel – das Gesamtbudget beläuft sich auf über 1,2 Millionen Euro.

Das Vorhaben läuft von Januar 2026 bis Juni 2028 und erhält eine Förderung in Höhe von 968.960,28 Euro (80 % der Gesamtkosten). Federführend sind die Technische Universität Braunschweig und die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, unterstützt von TLK-Thermo GmbH und acht weiteren Industriepartnern. Zu diesen zählen namhafte Unternehmen wie Linde, Thyssenkrupp, Siemens Energy und Air Liquide, die ihr Know-how in Bereichen wie Elektrolyse, Speicherung und Sicherheit einbringen.

Die TU Braunschweig konzentriert sich auf die Entwicklung von Maschinen, die bei der Rückvergasung von Wasserstoff anfallende Energie zurückgewinnen. Zudem wird an einer effizienteren Verzahnung von Elektrolyse- und Verflüssigungsprozessen gearbeitet. Die Ostfalia Hochschule hingegen forscht an Wasserstofftankstellen und untersucht den Einsatz von flüssigem Wasserstoff in Kleinflugzeugen.

Ein zentrales Ziel des Projekts ist der Aufbau einer Modellbibliothek, die die gesamte LH₂-Wertschöpfungskette abbildet und bewertet. Mithilfe neuer Simulationswerkzeuge sollen Systeme – von der Produktion bis zum Transport – optimiert werden. Besonders im Fokus steht die Rückgewinnung ungenutzter Energie während der Rückvergasung, was den Prozess nachhaltiger gestalten könnte.

Darüber hinaus wird im Rahmen von TOWEWA die bedarfsgerechte Wasserstoffproduktion an kleineren Flughäfen erprobt. Dies könnte eine dezentrale Verflüssigung ermöglichen und LH₂ für die Luftfahrt sowie andere Branchen praxistauglicher machen.

Die Forschungsergebnisse von TOWEWA könnten zu effizienteren Wasserstoff-Wertschöpfungsketten führen. Die Erkenntnisse sollen helfen, Kosten und Energieverluste in flüssigen Wasserstoffsystemen zu senken. Die Industriepartner werden die Ergebnisse nutzen, um grüne Wasserstofftechnologien für den praktischen Einsatz zu skalieren.

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