Oldenburgs umstrittenes Erbe: Wie eine NS-Propagandistin die Stadt bis heute prägt
Oldenburgs umstrittenes Erbe: Wie eine NS-Propagandistin die Stadt bis heute prägt
Eine neue Ausstellung in Oldenburg setzt sich mit dem umstrittenen Erbe der ehemaligen NS-Propagandistin Edith Ruß auseinander. Unter dem Titel "Die Stifterin, der Nationalsozialismus und das Haus kaufen" untersucht die Schau ihre Rolle als leitende Redakteurin der "Oldenburgischen Staatszeitung" während der NS-Diktatur. Gleichzeitig wirft sie ein Licht auf die verspätete Aufarbeitung der Stadt mit ihrer Vergangenheit – insbesondere nach der Umbenennung ihres Medienkunstzentrums im Jahr 2025.
Die Ausstellung wurde im Februar 2025 im Haus für Medienkunst Oldenburg, ehemals Edith-Russ-Haus, eröffnet. Die Kurator:innen Edit Molnár und Marcel Schwierin haben historische Dokumente, zeitgenössische Kunst und ein Diskussionsforum zusammengestellt, um Fragen von Erinnerung und Verantwortung zu erkunden. Die Schau zeichnet Ruß' Karriere nach, darunter ihre falsche eidesstattliche Versicherung für ihren NS-Vorgesetzten Herbert Heitz, die später in einer Biografie aufgedeckt wurde.
Ruß' Leben wird zwei anderen Frauen gegenübergestellt: der Widerstandskämpferin Traute Lafrenz und dem jüdischen NS-Opfer Erna Gellert. Dieser Kontrast macht deutlich, dass Widerstand möglich war, während die Opfer keine Wahl hatten. Die Ausstellung thematisiert zudem Ruß' unerklärten Reichtum und ihre Verurteilung wegen großangelegter Steuerhinterziehung.
Kritiker wie der Historiker Joachim Tautz weisen die Behauptung lokaler CDU- und FDP-Politiker zurück, Ruß' spätere Tätigkeit als Sonderpädagogin belege einen Bruch mit ihrer NS-Vergangenheit. Die Stadt räumt ein, ihre Biografie vor der Ehrung nicht ausreichend geprüft zu haben. Kulturdezernent Holger Denckmann bezeichnet die Ausstellung als notwendigen Schlussstrich unter die Aufarbeitung von Ruß' Erbe – doch bleiben Zweifel, ob sich Oldenburgs Erinnerungskultur grundlegend ändert.
Eine auffällige Lücke bleibt die Verbindung zwischen dem Isensee Verlag, der die NS-Zeitung druckte, und der Eröffnung des Hauses. Dennoch markiert die Schau einen Wendepunkt in der Auseinandersetzung der Stadt mit ihren NS-Verstrickungen.
Die Ausstellung läuft bis zum 1. März 2026 und ist Teil von Oldenburgs breiterem Vorhaben, die lokale NS-Geschichte aufzuarbeiten. Sie entsteht vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über rechtspopulistische und rechtsextreme Tendenzen. Der Ansatz der Stadt, trotz Kritik an Lücken, steht für einen Wandel hin zu größerer institutioneller Verantwortung bei der Aufarbeitung nationalsozialistischer Verstrickungen.
Louey Ben Farhat: Europas Top-Klubs jagen den neuen Stürmerstar aus Karlsruhe
Von der 2. Bundesliga in die Champions League? Ben Farhats Traum könnte wahr werden – doch der FC Bayern hat mächtige Konkurrenz. Ein Transfer-Duell der Extraklasse bahnt sich an.
Olivia Dean wird neue globale Markenbotschafterin von Hourglass Cosmetics
Von der Bühne in die Beauty-Welt: Olivia Dean vereint Musik und Stil als neues Gesicht von Hourglass. Ihre persönliche Produktauswahl ist ab sofort erhältlich.
ICE kollidiert mit Reifen und Kinderfahrzeug – wer steckt dahinter?
Mit 160 km/h raste der ICE in einen Reifen und ein Bobbycar. Wer hat die Gegenstände auf die Gleise gelegt? Die Bahn und Ermittler suchen dringend nach Antworten.
Volkswagen startet mit Batteriespeicher in den Energiemarkt und revolutioniert seine Strategie
Vom E-Auto zum Stromhändler: Wie Volkswagen mit innovativer Speichertechnik die Energiezukunft gestaltet. Ein Projekt, das Märkte und Mobilität verknüpft.
Nadiya Hussain wirft der BBC Rassismus und emotionale Ausbeutung vor
Ihr Sieg bei "Das große Backen" machte sie zum Star – doch hinter den Kulissen kämpfte Nadiya Hussain mit Vorurteilen und Druck. Jetzt bricht sie ihr Schweigen über die Schattenseiten des Ruhms. Warum die BBC sie als 'schwierig' abstempelte – und was sich seitdem geändert hat.
Wiesbadens Scheideweg: Hill will Verkehrspolitik radikal ändern und Bürokratie abbauen
Ein radikaler Kurswechsel für Wiesbaden? Hill verspricht weniger Bürokratie, mehr Wirtschaftswachstum – und ein Ende der umstrittenen Citybahn. Doch können seine Pläne überzeugen?
Tampa Airport bittet Passagiere: Pyjama bleibt besser im Koffer
Ein Scherz mit Tiefgang: Warum ein Flughafen jetzt über Schlafanzüge diskutieren lässt. Und was Reisende wirklich über Mode in 10.000 Metern Höhe denken.
19-Jähriger rammt mit Transporter Betonsäule – und flieht ohne gültigen Führerschein
Mit einem abgelaufenen ausländischen Führerschein knallte er gegen eine Betonsäule – doch statt zu bleiben, fuhr er einfach weiter. Jetzt drohen dem 19-Jährigen harte Konsequenzen.
Frankfurts Bahnhofsviertel wird sicherer: Kriminalität sinkt um fast sieben Prozent
Taschendiebstähle und Raubdelikte nehmen ab – doch was macht Frankfurts umstrittenes Viertel plötzlich sicherer? Die Antwort liegt in einer klugen Strategie.
Giovanni Zarrella startet 2025 mit TV-Show, Album und Arena-Tour durch
Von der ZDF-Bühne bis zur Arena: Giovanni Zarrella macht 2025 alles anders. Mit TV-Premieren, italienischen Klassikern und einer Netflix-Doku zeigt er, was echte Showmanship bedeutet.
Gelbe Zwenke bedroht 300.000 Hektar Ackerland – Notfall-Herbizid Permit zugelassen
Ein unsichtbarer Feind untergräbt Deutschlands Äcker: Die Gelbe Zwenke vernichtet Ernten auf Hunderttausenden Hektar. Jetzt greifen Landwirte zu chemischer Notfallhilfe – doch reicht das?
Patrice Covics emotionaler Treffer: Vom Hertha-Talent zum Werder-Helden in Berlin
Sein Vater spielte für Hertha BSC, er selbst traf für Werder Bremen: Patrice Covics Tor in der 94. Minute war mehr als nur ein Siegtreffer. Eine Geschichte über Fußball, Familie und Heimat.