08 February 2026, 18:20

Kommunen ächzen unter Rekordschulden von 121,8 Millionen Euro durch ausstehende Gewerbesteuern

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Stadt mit Schutt, einschließlich Bäumen, Pfählen und Gebäuden, mit Text unten.

Kommunen ächzen unter Rekordschulden von 121,8 Millionen Euro durch ausstehende Gewerbesteuern

Kommunen in der Region kämpfen mit stark steigenden ausstehenden Forderungen

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Die lokalen Behörden in der Region verzeichnen einen deutlichen Anstieg unbezahlter Schulden. Die Gesamtsumme beläuft sich mittlerweile auf den Rekordwert von 121,8 Millionen Euro. Mehrere Städte melden erhebliche finanzielle Belastungen aufgrund ausstehender Zahlungen bei Steuern, Bußgeldern und Sozialleistungen.

Braunschweig verzeichnet mit 86,7 Millionen Euro den größten Anteil an offenen Forderungen. Ein beträchtlicher Teil entfällt auf unbezahlte Gewerbesteuern und öffentlich-rechtliche Ansprüche, darunter Vorschüsse nach dem Unterhaltsvorschussgesetz. Auch ausstehende Sozialleistungen tragen maßgeblich zu den nicht eingezogenen Beträgen bei.

An zweiter Stelle folgt Salzgitter mit 19,4 Millionen Euro an ausstehenden Schulden. Die größten Posten sind hier überfällige Gewerbesteuern und Bußgelder. Die finanzielle Belastung der Stadt spiegelt den regionalen Trend bei Steuerrückständen wider.

In Wolfenbüttel sind die offenen Forderungen auf über 6,9 Millionen Euro angestiegen. Steuerschulden machen dabei 62,2 Prozent des Gesamtbetrags aus und stellen damit den größten Einzelposten dar. Die Zahlen unterstreichen die anhaltenden Probleme bei der Steuereintreibung.

Goslar verzeichnet mittlerweile Schulden von mehr als 3,7 Millionen Euro, vor allem bedingt durch ausstehende Gewerbesteuern und Grundabgaben. Das finanzielle Defizit der Stadt trägt zur wachsenden regionalen Gesamtsumme bei. Peine wiederum meldet 4,9 Millionen Euro an offenen Forderungen, wobei 2,8 Millionen Euro auf unbezahlte Gewerbesteuern entfallen.

Die kumulierten Schulden dieser Städte verdeutlichen die zunehmende finanzielle Herausforderung für die kommunalen Haushalte. Da Gewerbesteuern und Sozialleistungen den Großteil der Rückstände ausmachen, steht die Verwaltung unter wachsendem Druck, die ausstehenden Gelder einzutreiben. Ein Vergleich mit den Vorjahren liegt derzeit nicht vor.