10 March 2026, 14:18

Asylanträge in Deutschland sinken zum zweiten Mal in Folge – doch Abschiebungen bleiben schwierig

Eine Gruppe von Menschen hält eine Fahne mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Gras, einem Metallzaun, Pflanzen, Bäumen und Fahnenstangen, unter einem bewölkten Himmel.

Anzahl der Asylsuchenden in Sachsen deutlich gesunken - Asylanträge in Deutschland sinken zum zweiten Mal in Folge – doch Abschiebungen bleiben schwierig

Deutschland verzeichnet zweiten Rückgang in Folge bei Asylanträgen

Zum zweiten Mal in Folge ist die Zahl der Asylanträge in Deutschland deutlich gesunken. Im Jahr 2025 registrierte Sachsen nur noch 5.189 Neuankömmlinge – weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts. Gleichzeitig erreichte die Zahl der abgelehnten Asylbewerber, die freiwillig ausreisten, mit 1.588 einen Rekordwert (2024: 950).

Innenminister Armin Schuster (CDU) bezeichnete den Rückgang als Beleg für einen "Wandel in der Asylpolitik". Er betonte die Notwendigkeit, Abschieberegeln konsequenter durchzusetzen. Zu seinen Vorschlägen gehört, reguläre Haftplätze für Abschiebehaft zu nutzen, um den Druck auf Ausreisepflichtige zu erhöhen.

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Schuster forderte zudem eine gesetzliche Verpflichtung der Airlines, um ausreichend Kapazitäten für die Rückführung abgelehnter Asylbewerber zu sichern. Trotz dieser Maßnahmen wurden 2025 nur 917 Menschen abgeschoben. Die Behörden gaben an, dass 64 Prozent der geplanten Abschiebungen scheiterten, weil die Betroffenen zuvor untertauchten.

Nicht in den Zahlen enthalten sind Ukrainer, die vor dem russischen Angriff fliehen. 2025 beantragten 5.942 Menschen aus der Ukraine Schutz in Deutschland – ein Anstieg gegenüber 1.912 im Vorjahr. Bundesweit gingen die Asylanträge um etwa ein Drittel zurück und lagen zwischen 163.000 und 168.000.

Die aktuellen Daten zeigen: Weniger Schutzsuchende kommen an, mehr abgelehnte Antragsteller reisen freiwillig aus. Dennoch bleiben Abschiebeprobleme bestehen, da viele Betroffene sich der Ausreise durch Untertauchen entziehen. Die Regierung setzt weiterhin auf strengere Durchsetzung als Teil ihrer umfassenden Politikreformen.

Quelle