19 February 2026, 08:45

Ramsloher Karneval 2026: Drei Festnahmen wegen rechtsextremer Parolen und Gewalt gegen Polizisten

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, hält ein Banner mit der Aufschrift "Kampf für Hassjustiz", einige tragen Masken und halten Schilder, Gebäude, Bäume und einen klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Ramsloher Karneval 2026: Drei Festnahmen wegen rechtsextremer Parolen und Gewalt gegen Polizisten

Ramsloher Karneval am 9. Februar 2026: Drei Männer wegen Volksverhetzung angezeigt

Beim Ramsloher Karneval am 9. Februar 2026 wurden drei Männer wegen Volksverhetzung angezeigt, nachdem sie rechtsextreme Parolen skandiert hatten. Die ansonsten weitgehend friedliche Veranstaltung wurde durch vereinzelte Vorfälle überschattet, darunter eine Auseinandersetzung bei der After-Show-Party, bei der ein Polizist verletzt wurde. Die Behörden ergriffen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ordnung, erließen Platzverweise und erstatteten Strafanzeigen.

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Während des Umzugs waren drei unbekannte Männer dabei gehört worden, wie sie über den Song L'amour toujours hinweg den Spruch "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" sangen. Die Polizei leitete daraufhin ein Verfahren wegen Volksverhetzung ein, weitere rechtliche Schritte wurden jedoch bisher nicht bekannt gegeben.

Auf mehreren Umzugswagen wurde ein erhöhter Alkoholkonsum festgestellt. Ein Teilnehmer wurde zudem vom Mitwirken ausgeschlossen, da er die Gewichtsbeschränkungen für die Wagen überschritten hatte.

Bei der After-Show-Party kam es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung, bei der Polizeikräfte eingreifen mussten. Ein Beamter wurde gewaltsam festgehalten, ein weiterer erlitt eine Daumenverletzung, die eine Krankenhausbehandlung erforderlich machte. Trotz dieser Zwischenfälle verlief die Veranstaltung mit nur geringfügigen Störungen weiter.

Die Polizei verhängte zehn Platzverweise, um weitere Störungen zu verhindern.

Der Karneval verlief insgesamt weitgehend ohne größere Vorfälle, doch die angezeigten Personen und die verletzten Beamten machten die angespannten Momente deutlich. Die Behörden bestätigten, dass die Lage unter Kontrolle blieb; weitere Festnahmen wurden nicht gemeldet. Die Veranstaltung ended wie geplant, wobei die Organisatoren und die Polizei die verbliebenen Aktivitäten eng begleiteten.