Charli XCX bricht mit düsterem Soundtrack und Mockumentary zu Sturmhöhe radikal auf
Mila VoigtCharli XCX bricht mit düsterem Soundtrack und Mockumentary zu Sturmhöhe radikal auf
Charli XCX wagt mit ihrem neuesten Projekt einen kühnen Schritt – eine düstere, experimentelle Filmmusik für eine melancholische Neuverfilmung von Sturmhöhe. Der Soundtrack, der zeitgleich mit ihrem Mockumentary The Moment erschien, markiert eine Abkehr von ihrem gewohnten Pop-Sound. Beide Filme kamen am 30. Januar 2026 in die US-Kinos und zeigen ihre kreative Weiterentwicklung.
Der Soundtrack zu The Moment unterscheidet sich deutlich von Charli XCX' Sommerhit Brat. Produziert von A.G. Cook, bietet er 40 Minuten intensive, hyperpop-lastige Tanzmusik mit starken Sampling-Einflüssen – darunter eine verzerrte Version ihres eigenen Songs I Love It im Track Dread. Anders als sonst sind Charli XCX' Gesangsparts erst ganz am Ende zu hören, wenn der Film mit einer Adaption von The Verves Bitter Sweet Symphony über der letzten Szene ausklingt.
Das Mockumentary selbst zeichnet ein schonungsloses Bild der Belastungen ihrer Karriere. Ihre Managerin Tammy versucht verzweifelt, die Brat-Persona am Leben zu halten, während Charli mit der Angst kämpft, an Relevanz zu verlieren. Im Film sichert sie sich Werbedeals mit H&M und einer angeschlagenen Bank – eine satirische Spitze gegen ihr öffentliches Image.
Hinter den Kulissen vollzog Charli XCX radikale Veränderungen: Sie entließ ihren kreativen Direktor und überließ sich vollständig der Vision der Regisseurin, was ihren sonst so markanten Stil abmilderte. Das Projekt ist einer von sieben Filmen, die sie kürzlich gedreht hat – zwei davon laufen bereits in den Kinos.
Ein Remix von Brat sollte den Erfolg des Songs verlängern, und eine Tour-Dokumentation, finanziert von Amazon Music, sollte den Schwung aufrechterhalten. Doch Charli gibt zu, dass ihr früher Ruhm einfach so passiert sei – ein Hinweis auf die Unberechenbarkeit ihrer Karriere.
Soundtrack und Film erscheinen in einer Phase des Neuanfangs für Charli XCX. Ihre Experimentierfreude – sowohl musikalisch als auch visuell – hebt dieses Projekt von früheren Arbeiten ab. Mit zwei Filmen in den Kinos und einer Reihe aktueller Projekte bleibt ihre kreative Produktivität ungebremst.






