Wesermarsch setzt auf grüne Wasserstoffzukunft mit EU-Förderung von 603.000 Euro
Mila VoigtWesermarsch setzt auf grüne Wasserstoffzukunft mit EU-Förderung von 603.000 Euro
Der Landkreis Wesermarsch hat 603.000 Euro an EU-Fördermitteln für eine Machbarkeitsstudie zur Wasserstoffnutzung eingeworben. Das am Montag vorgestellte Projekt soll die Erzeugung und Infrastruktur für grünen Wasserstoff in der Region untersuchen. Behördenvertreter sehen darin die Chance, die Wesermarsch als wichtigen Akteur in der aufstrebenden Wasserstoffwirtschaft zu positionieren.
Der Landesbeauftragte Nikolaus Jansen überreichte am 16. Februar 2026 den Förderbescheid. Die Mittel stammen aus dem Programm "Zukunftsregionen in Niedersachsen", das Teil der übergeordneten Initiative "NetZero Nordwestdeutschland" ist.
Die unter dem Titel "Clean Hydrogen Coastline WHE" geführte Studie wird prüfen, wie grüner Wasserstoff vor Ort produziert, gespeichert und genutzt werden kann. Zudem wird sie die notwendige Infrastruktur für eine wasserstoffbasierte Wirtschaft analysieren. Federführend ist die Wirtschaftsförderung Wesermarsch, die mit "EWE Hydrogen GmbH" und der Jade Hochschule zusammenarbeitet.
Landrat Stephan Siefken betonte das Potenzial der Region, sich zu einem nachhaltigen Energie- und Industriestandort zu entwickeln. Die Ergebnisse der Studie sollen künftige Investitionsentscheidungen lenken und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Wesermarsch stärken.
Die Untersuchung wird eine strategische Roadmap für die Wasserstoffentwicklung im Landkreis liefern. Bei Erfolg könnte das Projekt weitere Fördergelder und Industriepartnerschaften anziehen. Die Rolle der Wesermarsch im Wasserstoffsektor könnte sich durch diese anfängliche Investition von 603.000 Euro deutlich ausweiten.






