Markus W. aus Leipzig spendet nach falscher Antisemitismus-Anschuldigung durch Gil Ofarim
Leni SchröderHotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Markus W. aus Leipzig spendet nach falscher Antisemitismus-Anschuldigung durch Gil Ofarim
Eine Spendenkampagne in den sozialen Medien sammelt derzeit Gelder für Markus W., den Leipziger Hotelmitarbeiter, der 2021 fälschlich von Sänger Gil Ofarim des Antisemitismus beschuldigt worden war. Der Aufruf zu Spenden folgt auf Ofarims jüngsten Sieg bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, für den er 400.000 Euro erhielt. Markus W. hat nun erklärt, wofür er die in seinem Namen gesammelten Mittel verwenden möchte.
Der Streit begann im Oktober 2021, als Ofarim Markus W. öffentlich vorwarf, ihm in einem Leipziger Hotel wegen seines Davidstern-Halsbandes die Bedienung verweigert zu haben. Über zwei Jahre lang sah sich Markus W. Anfeindungen ausgesetzt, da viele die Anschuldigung für wahr hielten. Erst im November 2023 kam durch einen außergerichtlichen Vergleich ans Licht, dass Ofarims Vorwurf falsch war. Er verpflichtete sich, Markus W. 20.000 Euro Entschädigung sowie 10.000 Euro für einen gemeinnützigen Zweck zu zahlen – doch die Zahlung steht bis heute aus.
Kürzlich gewann Ofarim die deutsche Version von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! und erhielt neben seinem Auftrittshonorar von 300.000 Euro zusätzlich 100.000 Euro Siegprämie. Daraufhin starteten Influencer Spendenaktionen für Markus W., der sich inzwischen für die öffentliche Unterstützung bedankt hat. Er kündigte an, Teile der Gelder an HateAid zu spenden, eine Organisation, die sich gegen Hass im Netz engagiert, sowie an die Leipziger Initiative Minilöwen, die Frühchen und kranke Neugeborene unterstützt.
Markus W. möchte einen Teil des Geldes auch für gemeinsame Zeit mit seiner Familie verwenden. Diese stand während der belastenden Phase an seiner Seite, die er als tiefgreifend isolierend beschrieb, bis die Wahrheit ans Licht kam.
Die Spendeninitiativen spiegeln einen Wandel in der öffentlichen Meinung wider: Viele stellen sich nun hinter Markus W., nachdem die falsche Beschuldigung aufgedeckt wurde. Während er die Mittel für Anti-Hass-Projekte und die Unterstützung seiner Familie einsetzt, bleibt Ofarims vereinbarte Zahlung weiterhin aus. Der Fall sorgt weiterhin für Aufsehen, da sich die Solidarität mit dem zu Unrecht beschuldigten Hotelmitarbeiter verstärkt.






