Werder Bremen steckt nach elfter Niederlage in Reihe tief in der Abstiegszone fest
Emilia NeumannWerder frustriert: Krise vertieft sich mit Thioune - Werder Bremen steckt nach elfter Niederlage in Reihe tief in der Abstiegszone fest
Werder Bremens Krise hat sich am Samstag weiter zugespitzt: Die Mannschaft verlor ihr Heimspiel gegen den SC Freiburg mit 0:1. Damit verlängert sich ihre sieglose Serie auf elf Partien, und sie bleiben mit Platz 16 in der Tabelle auf dem Relegationsplatz.
Niklas Bestes frühes Tor in der 13. Minute entschied die Partie für Freiburg. Trotz Unterzahl ab der zweiten Halbzeit hielten die Gäste stand, während Bremen seine Überzahl nicht nutzen konnte.
Die Bremer Offensive zeigte sich über weite Strecken ideenlos. Stürmer Keke Topp und Justin Njinmah fanden keine Mittel gegen Freiburgs Abwehr. Sportdirektor Clemens Fritz kritisierte später das fehlende zielstrebige Spiel. Kapitän Marco Friedl räumte ein, der Mannschaft fehle die nötige Kaltblütigkeit vor dem Tor und forderte mehr Effizienz im Abschluss.
Neu-Trainer Daniel Thioune, der erst zur Saisonmitte übernahm, gestand ein, sein Team zögere zu oft beim Schuss. Fritz, sichtlich frustriert, verließ zunächst wortlos die Pressezone, betonte später aber die mentale Labilität der Mannschaft. Sie müsse sich Chancen erkämpfen, statt sich auf individuelle Klasse zu verlassen.
Mit 19 Punkten aus 21 Spielen liegt Bremen nun gleichauf mit Wolfsburg, aber nur sechs Zähler vor dem Tabellenletzten Heidenheim. Die defensive Bilanz – 39 Gegentore – verschärft die Lage. Zwar überstand der Verein in der Vergangenheit Relegationsduelle, doch die aktuelle Instabilität, inklusive des Trainerwechsels, macht die Situation prekär.
Werder steht nun vor einer entscheidenden Phase, um den Abstiegskampf zu verlassen. Mit schwindender Moral und ausbleibenden Erfolgen muss das Team sowohl die Abwehrschwächen als auch die offensive Unproduktivität beheben. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob sie einen erneuten Endspurt um den Klassenerhalt vermeiden können.






