Zoomlion drängt mit Rabe auf den deutschen Traktorenmarkt und fordert Claas heraus
Mila VoigtZoomlion drängt mit Rabe auf den deutschen Traktorenmarkt und fordert Claas heraus
Zoomlion zielt auf den deutschen Traktorenmarkt – und stellt etablierte Marken wie Claas und AGCO vor Herausforderungen. Der chinesische Maschinenbau-Riese will zudem seine Tochtergesellschaft Rabe in neue Bereiche der europäischen Landwirtschaft vorantreiben – mit erweiterten Produktlinien und personellen Verstärkungen.
Rabe, das seit der Übernahme durch Zoomlion zum Konzern gehört, weitet sein Portfolio über die bisherigen Angebote hinaus aus. Das Unternehmen sucht derzeit führende Ingenieure und einen Produktmanager, um Lösungen im Pflanzenschutz, in der Grünlandtechnik sowie für Düngesysteme zu entwickeln. Zudem deutet die Einstellung von Spezialisten für Sämaschinen auf neue Maschinenentwicklungen hin.
Zoomlions Strategie geht jedoch über die bloße Erweiterung von Rabes Produktspektrum hinaus: Der Mutterkonzern strebt an, sich als Premium-Marke in der europäischen Agrartechnik zu positionieren. Gemeinsam wollen Rabe und Zoomlion im Hochpreissegment für spezialisierte Landtechnik als Full-Service-Anbieter Fuß fassen.
Während das eigenständige Unternehmen AGRO an seinem Hauptstandort in Bad Essen und weiteren Werken in Polen rund 700 Mitarbeiter beschäftigt, gibt Rabe keine Auskunft über die aktuelle Belegschaftsstärke am eigenen Standort in Bad Essen. Der Fokus liegt derzeit weniger auf der Größe als vielmehr auf Wachstum und Innovation.
Die Expansionspläne unterstreichen Zoomlions ehrgeiziges Vorhaben, sich direkt mit Europas führenden Herstellern von Landmaschinen zu messen. Ob es dem Konzern gelingt, sich im Premiumsegment als ernstzunehmender Konkurrent zu etablieren, wird sich an den neuen Einstellungen und Produktneuheiten zeigen. Die kommenden Jahre werdenweisen, wie der Markt auf diese frische Konkurrenz reagiert.






