"Mainz bleibt Mainz" setzt auf Frauenpower und scharfe Satire beim Generationswechsel
Mila Voigt"Mainz bleibt Mainz" setzt auf Frauenpower und scharfe Satire beim Generationswechsel
Die 71. Ausgabe von "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" bricht in diesem Jahr neues Terrain auf. Die beliebte Fernsehsitzung verbindet Tradition mit frischem Talent und markiert damit einen mutigen Generationswechsel. Erstmals übernehmen Frauen führende Rollen, und die politische Satire wird noch schärfer zugreifen.
Die Veranstaltung feiert zudem bedeutende Jubiläen: das 100-jährige Bestehen der Mainzer Hofsänger, Jürgen Wiesmanns 25 Jahre als Ernst Lustig sowie den Abschied des langjährigen Hobbes-Darstellers Hansi Greb.
In diesem Jahr führt Chrissy Grom als erste Frau durch das Protokoll. Sie präsentiert einen karnevalistischen Jahresrückblick, gespickt mit politischer Satire und bissigem Kommentar. An ihrer Seite treten vier politische Redner auf, darunter Florian Sitte als Till und Johannes Bersch als Moguntia.
Das Programm balanciert zwischen Erfahrung und neuem Schwung: Junge Formationen wie Handkäse sorgen für energiegeladene Auftritte, während etablierte Stars für Kontinuität stehen. Andreas Schmitt, der SPD-Oberbürgermeisterkandidat, schließt die Sitzung als Obermessdiener ab – eine Besetzung, die Debatten über Neutralität ausgelöst hat.
Hinter den Kulissen hat der ZDF einen Neuanfang eingeleitet, nachdem die Übertragung im vergangenen Jahr mit technischen Pannen und schwachen Quoten zu kämpfen hatte. Berichten zufolge verfolgten nur noch 3,85 Millionen Zuschauer die Sendung – ein historischer Tiefstand, auch wenn die genauen Zahlen unklar bleiben. Die diesjährige Ausgabe will mit einer Mischung aus Nostalgie und Innovation wieder an Fahrt gewinnen.
Höhepunkte sind eine Geburtstagsständchen zum 100-jährigen Jubiläum der Mainzer Hofsänger und ein spektakuläres Finale. Gleichzeitig verabschiedet sich Hansi Greb nach Jahrzehnten als Hobbes, während Jürgen Wiesmann auf 25 Jahre seiner Ernst-Lustig-Seifenoper zurückblickt.
Die 71. "Mainz bleibt Mainz" verspricht eine Nacht der Premieren und Abschiede. Mit Frauen in führenden Rollen, einem Generationswechsel auf der Bühne und politischer Satire im Mittelpunkt will die Sendung ihre Zukunft neu definieren. Der ZDF sucht damit den Anschluss an das Publikum, nachdem das Vorjahr von Rückschlägen geprägt war.






