AfD-Politiker Schledde unter Druck: Späte Offenlegung seiner GmbH-Beteiligung
Emilia NeumannLandtag prüft geschäftliche Verwicklungen von AfD-Politiker Schledde - AfD-Politiker Schledde unter Druck: Späte Offenlegung seiner GmbH-Beteiligung
Ansgar Schledde, Landesvorsitzender der rechtspopulistischen AfD in Niedersachsen, gerät wegen seiner Vermögensoffenlegung unter Druck. Im Mittelpunkt der Prüfung steht seine 35-prozentige Beteiligung an der Isterberg Event GmbH, einem Unternehmen, das AfD-Veranstaltungen organisiert. Landtagspräsidentin Hanna Naber untersucht nun, ob er die Meldefristen für die Offenlegung verpasst hat.
Erst Ende Februar hatte Schledde seine Anteile an der Isterberg Event GmbH dem Landtag gemeldet – und zwar erst, nachdem eine Zeitung Nachfragen zu seiner Verbindung zum Unternehmen gestellt hatte. Seine Beteiligung könnte ihm erheblichen wirtschaftlichen Einfluss verschaffen und Einkünfte generieren, die öffentlich anzugeben sind.
Aus den aktuellen Unterlagen der Landtagsverwaltung gehen keine genauen monatlichen oder jährlichen Einnahmen aus dem Unternehmen oder anderen privaten Quellen hervor. Allerdings wird Schleddes Parlamentarierprofil derzeit aktualisiert, um seine jüngsten Angaben zu ergänzen.
Sollte er gegen die Offenlegungsvorschriften verstoßen haben, droht ihm ein Bußgeld. In solchen Fällen kann die Höchststrafe bis zu 51.000 Euro betragen.
Das Ergebnis von Nabers Prüfung wird zeigen, ob Schledde die Transparenzregeln eingehalten hat. Je nach Entscheidung könnten finanzielle Konsequenzen oder weitere Schritte folgen. Der Fall unterstreicht, wie wichtig fristgerechte und vollständige Vermögensangaben für Amtsträger sind.






