07 February 2026, 10:35

Soltau will bis 2040 klimaneutrale Wärme ohne Erdgas schaffen

Ein Diagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Soltau will bis 2040 klimaneutrale Wärme ohne Erdgas schaffen

Soltau setzt sich ehrgeiziges Ziel: Klimaneutrale Wärmeversorgung bis zum 30. September 2040

Aktuell deckt die niedersächsische Stadt ihren Energiebedarf vor allem mit Erdgas, das 74 Prozent der Wärmeversorgung abdeckt. Nun prüfen Verantwortliche Wege, um auf erneuerbare Energien umzusteigen und gleichzeitig die lokalen Wärmenetze auszubauen.

Derzeit verbraucht Soltau jährlich rund 450 Gigawattstunden Wärme, wobei der tatsächliche Bedarf bei 354 Gigawattstunden liegt. Fast die Hälfte der Gebäude wurde zwischen 1949 und 2000 errichtet – viele davon könnten saniert werden, um die Energieeffizienz zu steigern. Der kommunale Wärmeplan skizziert zwei Szenarien: einen konventionellen Ansatz ohne grundlegende Änderungen und ein ambitionierteres Zielszenario mit höheren Sanierungsquoten.

Zu den diskutierten Optionen für erneuerbare Energien zählen Biogas-Blockheizkraftwerke, die bis zu 63 Gigawattstunden Wärme pro Jahr liefern könnten. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung von Abwärme aus dem örtlichen Klärwerk, die schätzungsweise fast 16.000 Megawattstunden jährlich erbringen könnte. Der Ausbau der Fernwärmenetze spielt dabei eine zentrale Rolle, um diese saubereren Energiequellen zu integrieren.

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Der Wärmeplan enthält Empfehlungen, schreibt Eigentümern aber keine verbindlichen Maßnahmen vor. Stattdessen soll er den Bürgerinnen und Bürgern klare Orientierung und Planungssicherheit bieten, während Soltau auf sein Ziel für 2040 hinarbeitet.

Die Strategie der Stadt zielt darauf ab, die Abhängigkeit von Erdgas zu verringern und gleichzeitig den Anteil erneuerbarer Wärme zu erhöhen. Der Plan bietet einen Rahmen für Modernisierungen und Netzausbau, doch die Teilnahme bleibt freiwillig. Gelingt die Umstellung, könnte dies die Emissionen aus der Wärmeversorgung in den nächsten zwei Jahrzehnten deutlich reduzieren.