DLRG verzeichnet Rekord bei jungen Mitgliedern trotz Schwimmbad-Schließungen
Emma BeckerÜber 200.000 Kinder bei der DLRG: Was lockt die Kleinen an - DLRG verzeichnet Rekord bei jungen Mitgliedern trotz Schwimmbad-Schließungen
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) verzeichnet Rekordzulauf bei jungen Mitgliedern
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) erlebt einen deutlichen Anstieg bei jungen Mitgliedern – fast die Hälfte ist mittlerweile 18 Jahre oder jünger. Allein 2025 traten über 200.000 Kinder der Organisation bei und stellten damit einen neuen Rekord auf. Der Zuwachs fällt in eine Zeit, in der Schwimmbäder landesweit schließen und die Nachfrage nach Schwimmkursen stark steigt.
Laut DLRG stieg die Zahl der Kinder unter 12 Jahren um 2,83 Prozent auf insgesamt 204.148. Dieser Anstieg hängt mit dem Mangel an Badekapazitäten zusammen, der immer mehr Familien dazu veranlasst, Schwimmunterricht über die Rettungsorganisation zu suchen. Gleichzeitig ist das Durchschnittsalter der Mitglieder in den letzten zehn Jahren um etwa 32 Wochen angestiegen – von 27,3 Jahren im Jahr 2015 auf 27,9 Jahre 2025.
Auch bei den Erwachsenen zeigen sich Verschiebungen: Die Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen wuchs um 3,65 Prozent, während die Zahl der über 60-Jährigen sogar um 4,1 Prozent zunahm. Diese Entwicklungen spiegeln ein wachsendes Interesse an Wassersicherheit und Fitness unter älteren Menschen in Deutschland wider.
Die Bundesregierung hat für 2025 Mittel in Höhe von 250 Millionen Euro für die Sanierung öffentlicher Schwimmbäder bereitgestellt – ein langjähriges Problem soll damit angegangen werden. Jährlich müssen rund 80 Bäder aufgrund von Instandhaltungsmängeln oder Bauschäden schließen. Zudem führt die DLRG Gespräche mit dem Bundeskanzleramt über das Pilotprojekt "Deutschland lernt schwimmen", das bis 2029 mit bis zu 20 Millionen Euro gefördert werden könnte.
Der Rekord bei den kindlichen Mitgliedern unterstreicht die wachsende Bedeutung der DLRG in der Schwimmausbildung. Mit staatlichen Investitionen in die Badeinfrastruktur und neuen Initiativen in Planung ist die Organisation gut aufgestellt, um sowohl die hohe Nachfrage als auch die strukturellen Herausforderungen zu bewältigen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, bundesweit sichere und zugängliche Schwimmangebote zu gewährleisten.






