Jugendherbergen in Niedersachsen bleiben trotz Schließungen stabil gefragt
Emilia NeumannJugendherbergen: Weniger Schulklassen, mehr Familienspaß - Jugendherbergen in Niedersachsen bleiben trotz Schließungen stabil gefragt
Jugendherbergen in Niedersachsen und Bremen verzeichneten auch 2025 weiterhin regen Zuspruch: Fast 1,1 Millionen Übernachtungen wurden gezählt, bei rund 380.000 Gästen insgesamt. Trotz einiger Verschiebungen in den Besucherzahlen bleibt die Nachfrage stabil. Aktuelle Modernisierungen und ein ausgebautes Familienangebot haben maßgeblich dazu beigetragen, das Interesse aufrechtzuerhalten.
Das Netzwerk von rund 50 Jugendherbergen in beiden Bundesländern ist nach wie vor beliebt – insbesondere für Schulklassen. Diese stellen mit 42,8 Prozent aller Übernachtungen weiterhin die größte Gästegruppe. Allerdings gingen die Buchungen von Schulen 2025 um fast fünf Prozent zurück, was unter anderem auf eine kürzere Klassfahrtsaison und vorübergehende Schließungen zurückzuführen ist.
Familienreisen verzeichneten dagegen einen leichten Anstieg um 1,4 Prozent. Dieser Zuwachs steht im Zusammenhang mit verbesserten Aufenthaltsqualitäten und neuen familienfreundlichen Angeboten. Besonders Herbergen in Bremen, auf Borkum und in Worpswede profitieren von jüngsten Sanierungen, die zur Stabilisierung der Besucherzahlen beitragen.
Trotz der insgesamt robusten Nachfrage kämpfen einige Standorte mit Schwierigkeiten. In den vergangenen fünf Jahren wurden vier Jugendherbergen dauerhaft geschlossen: zwei in Niedersachsen (Bad Iburg 2022 und Goslar 2023) sowie zwei in Bremen (Bremen-Vegesack 2021 und die Innenstadt-Herberge 2024). Weitere Schließungen stehen bevor: Uelzen wird Ende 2025 dichtmachen, und auch die Herberge in Wingst soll nach der Saison 2026 wegen hoher Sanierungskosten geschlossen werden.
Der Jugendherbergssektor in Niedersachsen und Bremen zeigt sich weiterhin widerstandsfähig – mit fast gleich vielen Gästen wie im Vorjahr. Zwar sind die Schulbuchungen leicht rückläufig, doch Familienreisen nehmen zu, und modernisierte Einrichtungen ziehen weiterhin Besucher an. Die Schließungen einiger Standorte verdeutlichen jedoch die anhaltenden finanziellen Herausforderungen für bestimmte Häuser.






