Gil Ofarim als Dschungelkönig – ein Sieg zwischen Kontroversen und 100.000 Euro
Emma BeckerGil Ofarim entschuldigt sich diskret bei Dschungelcamp-Wiedervereinigungsshow - Gil Ofarim als Dschungelkönig – ein Sieg zwischen Kontroversen und 100.000 Euro
Gil Ofarim steht nach seinen umstrittenen Äußerungen während Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! in der Kritik – und wurde trotzdem zum Dschungelkönig gekürt. Sein Sieg kam zustande, obwohl eine Neuabstimmung ihn zunächst auf dem letzten Platz unter den Campern sah. Später entschuldigte sich der Sänger halbherzig und schob seine Wortwahl auf Erschöpfung.
Nun, da sich die Wogen etwas geglättet haben, bleibt unklar, wie es für ihn weitergeht – besonders, nachdem er das Preisgeld von 100.000 Euro eingestrichen hat.
Der Eklat begann, als Ofarim in der Nachshow fragwürdige Aussagen tätigte und behauptete, er habe lediglich das Magazin Stern zu Überwachungsaufnahmen paraphrasiert. Später ruderte er zurück, räumte ein, seine Formulierungen seien "unglücklich" gewesen, führte sie aber auf Müdigkeit und Hunger zurück. Trotz der Kontroverse schien seine Standhaftigkeit angesichts von Ariels unerbittlichen Angriffen einige Zuschauer für sich einzunehmen.
Im Camp selbst war die Unterstützung gespalten. Eva Benetatou verteidigte ihn und argumentierte, er sei König geworden, weil er "zu seiner Meinung stand". Doch bei der internen Camp-Abstimmung landete Ofarim auf dem letzten Platz – bis eine Neuwahl Hubert Feller zum eigentlichen Dschungelkönig erklärte. Feller zeigte sich überrascht, nannte den Sieg "unglaublich" und bedankte sich bei seinen Mitstreitern.
Hinter den Kulissen gab RTL-Produzent Jan Köppen zu, der Sender habe es versäumt, Ofarims Aussagen während der Ausstrahlungen zu hinterfragen. Unterdessen ließ der Sänger offen, wie er das Preisgeld von 100.000 Euro einsetzen oder welche beruflichen Schritte er als Nächstes unternehmen wird. Vage erwähnte er, sich in einem Jahr auf Tour, beim Schauspielern oder einfach bei den Hausaufgaben mit seinen Kindern zu sehen.
Bisher beschränkte sich seine konkrete Reaktion auf eine laue Entschuldigung – und den umstrittenen Titel des Dschungelkönigs.
Ofarim verlässt den Dschungel mit einem Geldsegen und anhaltenden Kontroversen. Sein Sieg, so umstritten er auch sein mag, zeigt, wie Reality-TV die öffentliche Wahrnehmung über Nacht verändern kann. Was als Nächstes auf den Sänger zukommt – ob in der Musik, beim Film oder im Familienleben –, bleibt ungewiss, da seit seinem Triumph keine festen Projekte bekannt gegeben wurden.






