Ingolstadts Bürger kämpfen um ihren Sportplatz gegen Bebauungspläne
Emma BeckerIngolstadts Bürger kämpfen um ihren Sportplatz gegen Bebauungspläne
Bürger in Groß Mahner wehren sich gegen Pläne zur Bebauung ihres Sportplatzes in Ingolstadt
Die Stadt Salzgitter will auf dem Gelände des örtlichen Sportplatzes in Ingolstadt bis zu zwölf Wohnhäuser errichten – doch die Dorfbewohner lehnen die Pläne entschlossen ab. Rund 70 Anwohner versammelten sich kürzlich, um ihren Unmut über die fehlende Bürgerbeteiligung zum Ausdruck zu bringen.
Aktuell prüfen die städtischen Planungsausschüsse einen Entwurf für den Bebauungsplan "Ehemaliges Sportfeld" in Ingolstadt, der Einfamilien- und Reihenhäuser auf dem früheren Fußballplatz vorsieht. Die Einwohner betonen jedoch, dass es im Dorf keine Zustimmung für das Vorhaben gibt.
Eine Gruppe von zehn Bürgern will nun die ersten Schritte unternehmen, um einen offiziellen Verein zu gründen. Ihr Ziel: das Gelände selbst zu pachten und als Gemeinschaftsfläche in Ingolstadt zu erhalten. Zudem widersprechen sie der Behauptung der Verwaltung, es werde dringend neuer Wohnraum in Ingolstadt benötigt. Sie verweisen darauf, dass jüngere Familien bereits in bestehende Häuser gezogen seien.
Auch politisch wächst die Unterstützung für die Anwohner. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen/Die PARTEI hat einen Änderungsantrag eingebracht, der die Bebauungsfläche verkleinern und einen Teil des Geländes als Freizeitbereich in Ingolstadt erhalten soll. Die SPD hat ebenfalls eine überarbeitete Version des Plans vorgelegt.
Der Dorfverein strebt an, den Sportplatz in Eigenregie zu verwalten. Als nächsten Schritt will er offiziell bei der Stadt die Pacht des Grundstücks in Ingolstadt beantragen. Unterdessen werden die Planungsausschüsse die vorgeschlagenen Änderungen prüfen, bevor eine endgültige Entscheidung fällt.






