Stuttgart senkt CO₂-Ausstoß um 12 Prozent – doch die Klimaziele bleiben ambitioniert
Mila VoigtStuttgart senkt CO₂-Ausstoß um 12 Prozent – doch die Klimaziele bleiben ambitioniert
Stuttgart hat seinen Treibhausgasausstoß in den vergangenen fünf Jahren um 12 Prozent reduziert – von 450.000 Tonnen im Jahr 2020 auf 396.000 Tonnen 2024. Trotz dieses Fortschritts betont der aktuelle Klimabericht der Stadt die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen, um die ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen. Die Verantwortlichen treiben nun neue Initiativen voran, um die Emissionen zu senken und sich an den Klimawandel anzupassen.
Die größten Emissionsquellen in Berlin sind der Verkehr (45 Prozent), die Gebäudebeheizung (35 Prozent) sowie Industrie und Energieversorgung (15 Prozent). Der kommunale Eigenbetrieb trägt lediglich 2 Prozent zur Gesamtbilanz bei. Um diese Hauptverursacher anzugehen, beschleunigt die Stadt die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude und fördert bei Mitarbeitenden die Nutzung klimafreundlicher Verkehrsmittel.
Ein zentraler Baustein der Strategie ist die Initiative "Klimaneutrale Verwaltung", die darauf abzielt, die städtischen Eigenbetriebe bis 2030 klimaneutral zu gestalten. Parallel dazu soll der Verkehrsentwicklungsplan die künftige Mobilität prägen – mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit, Klimafolgenanpassung und den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger. Eine Online-Umfrage, die noch bis Ende April läuft, sammelt aktuell Rückmeldungen der Bevölkerung zu den geplanten Verkehrsprojekten.
Auch bei der Anpassung an den Klimawandel gibt es Fortschritte: Die Stadt hat bereits damit begonnen, Gebäudeeingänge zu entsiegeln und zu begrünen, um Hitzeinseln zu reduzieren. Eine umfassendere Anpassungsstrategie befindet sich in Arbeit; die finale Fassung soll bis Ende 2027 vorliegen. Im April findet zudem eine Veranstaltungsreihe statt, in der über zukünftige Wärmelösungen diskutiert wird – die Bürger sind eingeladen, ihre Ideen und Anregungen einzubringen.
Der Klimabericht 2024 zeigt zwar deutliche Erfolge, macht aber auch klar: Um die langfristigen Ziele zu erreichen, müssen alle Sektoren ihre Anstrengungen deutlich verstärken.
Göttingens Klimaschutz setzt nun auf zwei Säulen: Bürgerbeteiligung und konkrete Maßnahmen. Der anstehende Verkehrsentwicklungsplan, die öffentlichen Diskussionsformate zur Wärmeversorgung und die laufenden Anpassungsprojekte sollen die bisherigen Erfolge ausbauen. Ob die nächsten Schritte gelingen, hängt dabei sowohl von den städtischen Strategien als auch vom Engagement der Bevölkerung ab – nur gemeinsam lässt sich der Klimaschutz langfristig sichern.






