17 March 2026, 00:45

Schwarzarbeit und illegale Aufenthaltstitel: Zwei spektakuläre Fälle in Niedersachsen aufgedeckt

Eine Gruppe von Menschen hält ein Banner mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" und eine Fahne, steht auf dem Boden mit Straßenlaternen, Bäumen, Kränen, einem Gebäude und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Schwarzarbeit und illegale Aufenthaltstitel: Zwei spektakuläre Fälle in Niedersachsen aufgedeckt

Behörden in Niedersachsen decken zwei Fälle von Schwarzarbeit und illegalem Aufenthaltstitel auf

Innerhalb des vergangenen Jahres haben die niedersächsischen Behörden zwei getrennte Fälle von nicht angemeldeter Beschäftigung und illegalem Aufenthaltstitel aufgedeckt. In einem Fall wurde in Goslar ein undokumentierter Lkw-Fahrer beim Entladen von Fahrzeugen angetroffen, im anderen eine südamerikanische Frau, die in Göttingen ohne die erforderlichen Genehmigungen als Sexarbeiterin tätig war. Beide Fälle führten zu strafrechtlichen Ermittlungen.

In Göttingen stießen Zollbeamte auf eine Frau aus Südamerika, die ohne gültigen Aufenthaltstitel oder die vorgeschriebene Erlaubnis im Bereich der Prostitution arbeitete. Die Ermittlungen ergaben, dass sie ihre Tätigkeit von einer Privatwohnung aus ausübte, in der sich ein Kinderzimmer befand – ein klarer Verstoß gegen das Prostituiertenschutzgesetz. Zuvor war sie bereits von der Bundespolizei an der deutsch-schweizerischen Grenze die Einreise verweigert worden, hatte jedoch später einen Asylantrag gestellt, bevor sie untertauchte. Gegen sie wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen illegalen Aufenthaltstitels eingeleitet, zudem wurde sie aufgefordert, die Wohnung zu verlassen.

In einem separaten Fall in Goslar identifizierten Zollfahnder einen undokumentierten Lkw-Fahrer aus einem nicht zur EU gehörenden osteuropäischen Land, der ohne die notwendigen Arbeitsgenehmigungen Fahrzeuge entlud. Gegen den Mann wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen illegalen Aufenthaltstitels eingeleitet. Die Untersuchungen gegen seinen Arbeitgeber und das beauftragende Unternehmen dauern noch an.

Für den Zeitraum zwischen Februar 2025 und Februar 2026 liegen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) oder anderen zuständigen Stellen keine umfassenden Statistiken zu illegaler Prostitution oder nicht angemeldeter Sexarbeit in Niedersachsen vor.

Die beiden Fälle verdeutlichen die Durchsetzungsmaßnahmen der Behörden gegen Schwarzarbeit und illegalen Aufenthaltstitel in der Region. Sowohl der Lkw-Fahrer als auch die Sexarbeiterin müssen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, während insbesondere der Arbeitgeber des Fahrers weiter unter Beobachtung steht. Die Behörden setzen ihre Kontrollen zur Einhaltung von Aufenthaltstitel- und Arbeitsvorschriften fort.

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AKTUALISIERUNG

Goslar Enforcement Expands: 10 Foreign Workers Found Without Permits

Neue Kontrollen in Niedersachsen haben eine signifikante Zunahme von Fällen illegaler Beschäftigung aufgedeckt. Während einer Razzia im Baugewerbe in Goslar am 10. März:

  • wurden zehn ausländische Arbeiter ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung auf mehreren Baustellen gefunden
  • werden nun Arbeitgeber untersucht, die verdächtigt werden, illegal Arbeitende auszubeuten
  • folgt dies auf den Fall eines illegalen Lastwagenfahrers aus der gleichen Region im vergangenen Jahr Die Zollbehörden bestätigten diese Feststellungen als Teil der laufenden Bemühungen, illegale Beschäftigungsmuster in der Bau- und verwandten Branchen zu bekämpfen.