Hannovers Hauptbahnhof wird für Rekord-Fahrgastzahlen radikal umgebaut
Emilia NeumannHannovers Hauptbahnhof wird für Rekord-Fahrgastzahlen radikal umgebaut
Hannovers Hauptbahnhof steht vor großem Ausbau für steigende Fahrgast- und Zugzahlen
Die Deutsche Bahn hat die vorläufigen Pläne für die Modernisierung des Knotenpunkts finalisiert, dessen Auslastung in nur fünf Jahren von 85 auf über 95 Prozent gestiegen ist. Das Projekt umfasst neue Bahnsteige, Tunnel und optimierte Gleisanlagen, um Engpässe zu entschärfen.
Zwischen 2021 und 2025 sah sich der Hauptbahnhof Hannover wachsendem Druck ausgesetzt, da immer mehr Züge und Reisende die Kapazitäten auslasteten. Besonders auf den Gleisen 3 bis 5 kam es zu Engpässen – mit begrenztem Platz für ICE-Verbindungen und fehlenden Durchfahrtsmöglichkeiten für bestimmte Züge. Diese Herausforderungen führten zum Beschluss, den Bahnhof durch einen neuen Tunnel, zusätzliche Bahnsteige und ein zweites Stellwerk zu erweitern.
Als erster Schritt erhält der Knotenpunkt Hannover-Burg größere Weichen, um schnellere Zugbewegungen und reibungslosere Abläufe zu ermöglichen. Ein neuer Mittelbahnsteig mit den Gleisen 15 und 16 wird künftig S-Bahn-Züge Richtung Lehrte bedienen und so bestehende Bahnsteige für den Fernverkehr entlasten. Durch angepasste Gleisführungen entstehen zudem zusätzliche Kapazitäten, und Züge können mit höherer Geschwindigkeit in den Bahnhof einfahren.
Die Fahrgastströme sollen durch einen neuen Fußgängertunnel in der Nähe der Lister Meile verbessert werden, der die Umsteigezeiten verkürzt. Die DB InfraGO prüft zudem, den bestehenden Tunnel zu verbreitern und weitere Treppenaufgänge zu den Bahnsteigen zu schaffen. Die detaillierte Planung dieser Maßnahmen könnte jedoch noch bis etwa 2029 andauern; die Fertigstellung ist für 2030 vorgesehen.
Der Ausbau wird die Kapazität des Bahnhofs durch zusätzliche Bahnsteige, Tunnel und bessere Gleisverbindungen deutlich erhöhen. Nach Abschluss der Arbeiten sollen Verspätungen reduziert, die Fahrgastströme optimiert und die wachsende Nachfrage bewältigt werden. Die konkreten Bauzeiten hängen jedoch von weiteren Planungs- und Genehmigungsschritten ab.






