04 March 2026, 14:45

Ruhrfestspiele 2024: Visumskrise gefährdet Auftritt internationaler Künstler

Ein detailliertes Kartenbild des Persischen Reichs mit Provinzen und Städten, hauptsächlich in Blautönen, Grüntönen und Gelbtönen, mit Text unten in fetter Schrift und einem dünnen schwarzen Rand.

Ruhr Festival beginnt mit iranischem Drama auf Persisch - Ruhrfestspiele 2024: Visumskrise gefährdet Auftritt internationaler Künstler

Die diesjährigen Ruhrfestspiele, die vom 1. Mai bis zum 13. Juni stattfinden, stehen unter dem Motto 'Schock und Staunen'. Doch die Veranstalter stehen vor einer großen Herausforderung: Aufgrund des anhaltenden Krieges im Nahen Osten könnte es für die großen Schauspieler des Eröffnungsstücks schwierig werden, die Region zu verlassen.

Traditionell beginnen die Ruhrfestspiele mit einer kulturellen Maifeier. Am 3. Mai wird die Schriftstellerin Ursula Krechel die Eröffnungsrede im Festzelt halten, das während der Sanierungsarbeiten des Hauptgebäudes als Ersatz dient. Der provisorische Raum bietet Platz für fast 500 Zuschauer.

Naghmeh Saminis Stück 'Das Kind' erzählt die Geschichte von drei Frauen und einem Kind, die an einer europäischen Grenze gestrandet sind. Sollte die iranische Besetzung nicht einreisen können, wird die Aufführung abgesagt – eine Entscheidung, die Festivalleiterin Birgit Meyer selbst als 'Aussage' bezeichnet. Die Kommunikation mit der Gruppe läuft über WhatsApp, während das Auswärtige Amt bei den Reisevorbereitungen unterstützt.

Neben der Eröffnungsproduktion umfasst das Programm Welt- und Deutschlandpremieren, von denen keine bisher auf anderen großen deutschen Festivals oder Bühnen zu sehen waren. Prominente Schauspieler wie Katja Riemann, Katharina Thalbach und Joachim Król sind in diesem Jahr ebenfalls dabei.

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Ob die Ruhrfestspiele 2024 ihr volles Potenzial entfalten können, hängt davon ab, ob die iranischen Künstler nach Recklinghausen reisen dürfen. Gelingt dies, erleben die Zuschauer ein packendes Drama über Vertreibung. Scheitert die Einreise, wird die Absage selbst zur deutlichen Erinnerung an die realen Hindernisse, mit denen Künstler heute konfrontiert sind. Währenddessen finden die Aufführungen im provisorischen Zelt statt, während die Hauptspielstätte saniert wird.