21 February 2026, 14:41

Louis Klamroths Abstieg bei hart aber fair: ARD setzt auf kleinere Projekte

Ein Vergrößerungsglas schwebt über einer Gruppe von karikaturhaft, bunt kolorierten Menschen mit überzeichneten Zügen, jeder mit Sprechblasen, die verschiedene Nachrichten enthalten, was eine lebhafte Diskussion andeutet.

Louis Klamroths Abstieg bei hart aber fair: ARD setzt auf kleinere Projekte

Louis Klamroths Rolle beim ARD wird nach einer durchwachsenen Zeit als Moderator von hart aber fair neu definiert. Der Sender hat seine Ausgaben für 2025 und 2026 auf jeweils 15 pro Jahr reduziert – ein deutliches Zeichen für nachlassendes Vertrauen. Dennoch hält der ARD dem 36-jährigen Moderator weiterhin die Treue und bietet ihm stattdessen kleinere Projekte an.

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Klamroth übernahm hart aber fair 2024 und moderierte in jenem Jahr 30 Folgen. Sein konfrontativer Stil – oft unterbrach er Gäste und trat mit anklägerischem Ton auf – sorgte für Kritik, besonders bei Interviews mit Politikern rechts der SPD. Einige seiner stärksten Sendungen, wie Wütende Bürger im Januar 2024 oder eine Mai-Diskussion über Wohnungsnot, stachen jedoch durch ihre ungebändigte Energie heraus.

Seine Schwierigkeiten mit Autoritäten und die mangelnde Steuerung chaotischer Debatten traten immer deutlicher zutage. Im September 2025 blieb Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts, gelassen, als Klamroth während einer Diskussion über den Sozialstaat einen Wutausbruch hatte. Zudem führte die Tendenz des Moderators, unerfahrene Gäste einzuladen, zu unausgereiften Gesprächen – eine weitere Belastungsprobe für seine Kontrolle über die Sendung.

Der ARD hat Klamroths hart aber fair-Folgen für 2025 und 2026 auf jeweils 15 pro Jahr reduziert. Stattdessen wird seine Produktionsfirma Florida Factual kleinere Online-Formate entwickeln. Die Entscheidung des Senders spiegelt sowohl ein Versäumnis in der internen Talentförderung wider als auch die Einschätzung, dass Klamroth in einem weniger exponierten Umfeld besser zur Geltung kommen könnte.

Klamroths Zukunft beim ARD sieht nun weniger Primetime-Auftritte und mehr digitale Inhalte vor. Die weiterhin bestehende Unterstützung des Senders deutet darauf hin, dass man ihm nach wie vor Potenzial zuspricht – wenn auch in einer angepassten Rolle. Vorerst wird sich sein Karriereweg auf Projekte mit geringerer Reichweite konzentrieren.