16 % Lohnlücke: Warum Frauen in Deutschland 58 Tage umsonst arbeiten

Emilia Neumann
Emilia Neumann
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Ein Plakat für den Frauentags-Gedenktag von Team Redstone, das eine Frau mit einer 'Frauenrechte'-Fahne zeigt, mit Veranstaltungdetails und Logos unten.Emilia Neumann

16 % Lohnlücke: Warum Frauen in Deutschland 58 Tage umsonst arbeiten

Deutschlands Lohnlücke zwischen Männern und Frauen bleibt hartnäckig hoch Mit 16 % liegt die Entgiltücke in Deutschland weiterhin deutlich über dem EU-Durchschnitt von 12 %. Diese Diskrepanz bedeutet, dass Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen effektiv 58 Tage im Jahr unbezahlt arbeiten. Das Thema steht im Mittelpunkt des Equal Pay Day 2026, der am 27. Februar in Greifswald stattfindet.

Die Lücke besteht in allen Karrierephasen – von Einstiegsjobs bis zum Renteneintritt. Selbst wenn Qualifikationen und Berufstätigkeit berücksichtigt werden, beträgt die bereinigte Lohnlücke 6–7 %, was auf tiefgreifende strukturelle Probleme hinweist. Frauen arbeiten deutlich häufiger in Teilzeit, übernehmen schlechter bezahlte Tätigkeiten oder leisten unbezahlt Sorgearbeit – Faktoren, die die Kluft weiter vergrößern.

Seit 2008 hat sich die unbereinigte Lohnlücke in Deutschland kaum verändert, obwohl sie 2024 leicht auf 16 % sank. Die Kampagne 2026, organisiert vom Bündnis Equal Pay MV, bringt Akteurinnen wie den Landesfrauenrat und den DGB Nord zusammen. Die Veranstaltung in der STRAZE beginnt um 16:30 Uhr, der Eintritt ist frei, Spenden vor Ort sind willkommen.

Der Equal Pay Day lenkt die Aufmerksamkeit auf die anhaltende Herausforderung, die Lohnungleichheit zu überwinden. Während der EU-Durchschnitt bei etwa 12 % liegt, zählt Deutschland mit seiner Quote zu den Schlusslichtern in Europa – mit kaum Fortschritten seit fast zwei Jahrzehnten.

Die Veranstaltung 2026 in Greifswald wird das langjährige Problem der ungleichen Bezahlung in den Fokus rücken. Die Organisator:innen wollen das Bewusstsein für die Faktoren schärfen, die die Lücke aufrechterhalten – von Karriereunterbrechungen bis zur branchenbezogenen Segregation. Die Kampagne setzt sich weiterhin für strukturelle Veränderungen ein, um die Ungleichheit zu bekämpfen.

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