Helmstedt startet zweijähriges Großprojekt zum Schutz seltener Grünlandarten
Emma BeckerHelmstedt startet zweijähriges Großprojekt zum Schutz seltener Grünlandarten
Großangelegtes Artenschutzprojekt im Landkreis Helmstedt: Zwei Jahre für den Erhalt wertvoller Grünlandflächen
In den nächsten zwei Jahren startet im Landkreis Helmstedt ein umfangreiches Naturschutzvorhaben. Im Rahmen der Initiative "Niedersächsischer Weg" werden Fachleute Grünlandlebensräume systematisch erfassen, um deren ökologischen Wert zu bewerten. Dazu sind berechtigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwischen 2026 und 2027 befugt, für die Kartierungsarbeiten auch Privatgrundstücke zu betreten.
Im Fokus der Erhebungen stehen halbnaturale Grasflächen wie mageres Grünland und Kalkmagerrasen. Zudem werden daran angebundene Feuchtgebiete untersucht. Die Expertinnen und Experten dokumentieren dabei insbesondere seltene Pflanzenarten – etwa Orchideen –, um Prioritäten für den Artenschutz festzulegen.
Die Feldarbeiten finden jährlich von April bis Oktober statt und umfassen das gesamte Kreisgebiet. Das Niedersächsische Naturschutzgesetz ermöglicht es den Fachleuten, Flächen außerhalb von Wohnhäusern, Betriebsstätten und deren umfriedeten Bereichen zu betreten. Vorabinformationen zu den geplanten Kartierungen werden auf der Website des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) veröffentlicht.
Die im Rahmen des "Niedersächsischen Wegs" genehmigte Maßnahme zielt darauf ab, den Schutz von Natur, Artenvielfalt und Gewässern zu stärken. Bei Fragen können sich Interessierte direkt an den NLWKN wenden.
Mit dem Kartierungsprojekt sollen im Landkreis Helmstedt besonders schützenswerte Lebensräume identifiziert werden. Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer erhalten vor den Begehungen eine Vorankündigung. Die detaillierten Ergebnisse fließen in künftige Schutzmaßnahmen im Rahmen der Initiative ein.






