35 Jahre Geisterparade: Köln feiert mit Protest und karnevalistischem Zauber
35 Jahre Geisterparade: Köln feiert mit Protest und karnevalistischem Zauber
Kölner Geisterparade feiert 35. Jubiläum mit Protest und Karneval
Mit einer lebendigen Mischung aus Protest und Feier hat die Kölner Geisterparade ihr 35-jähriges Bestehen begangen. Tausende zogen in aufwendigen Kostümen durch die Straßen und verbanden politische Botschaften mit karnevalistischem Flair. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand die Wohnungsnot der Stadt – unter dem Motto "Allerhööchste Zick för en andere Wohnungspolitik" wurde ein dringender Appell an die Politik gerichtet.
An der Spitze des Umzugs marschierte Erich Hermans, verkleidet als der ikonische Ähzebär – ein im Kölner Dialekt verwurzelter, schalkhafter Bär. Mit einem selbstgebastelten Rummelpot, einem traditionellen Perkussionsinstrument, gab er den Ton an für einen Abend voller Spektakel und Widerspruch.
Der Umzug begann mit einem Feuerwerk der Kreativität. Wagen wie die Schnappviecher – riesige, klirrende Tierfiguren – ragten über die Menge, während ein durchsichtiger Tintenfisch aus Plastikflaschen über den Köpfen schwebte. Die Teilnehmer trugen Kostüme, die politische Parolen in Kunst verwandelten: Häuser auf den Häuptern, Schilder mit der Aufschrift "Mieterhöhung" oder Masken, die Geister, Hexen und Fabelwesen darstellten. Seeungeheuer und Totenschädel verstärkten die surreale Atmosphäre und spiegelten die lange Tradition der Parade wider, Fantasie mit Aktivismus zu verbinden.
Hermans, Mitbegründer des Vereins Ähzebär un Ko e.V., prägt die Geisterparade seit ihren Anfängen. Die Gruppe formierte sich 1993, nur zwei Jahre nach der ersten Auflage, die als basisdemokratische Antwort auf lokale und globale Konflikte entstand. Über die Jahrzehnte verschoben sich die Themen: von Kritik an der Sowjetunterdrückung in Filmen wie "Buba" (1930) oder "Ujmuri" (1934) bis hin zu modernen Debatten. Jüngere Ausgaben setzten sich mit der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, Antifaschismus und Friedensarbeit auseinander, etwa 2026 unter dem Motto "Vier Jahre Zeitenwende" oder bei Holocaust-Gedenkveranstaltungen.
Der Zug schlängelte sich durch Kölns Straßen, bevor er im Odonien seinen Höhepunkt erreichte. Dort schufen abstrakte Kunstinstallationen, wirbelnder Nebel und Feuerfässer eine immersive Kulisse. Die Live-Musik der Kapelle 3 hielt die Stimmung aufrecht, während die Menge über das Zusammenspiel von Feierlaune und Widerstand nachdachte. Die Organisatoren betonten den offenen Charakter der Parade, die jeden einlädt, sich zwischen Karnevalsgeist und politischer Demonstration zu bewegen.
Die 35. Geisterparade hinterließ deutliche Spuren in der Stadt. Mit ihren eindrucksvollen Bildern und pointierten Kommentaren lenkte sie den Blick auf Kölns Wohnungsmangel – Kostüme und Wagen machten abstrakte Frustrationen greifbar. Ihr Erbe als kulturelle Institution und Plattform des Protests ist unvermindert stark.
Als die letzten Feuerfässer im Odonien erloschen, blieb die Botschaft haften: Veränderung, so der Tenor des Umzugs, beginnt mit Sichtbarkeit – und einer Prise Unfug.
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