Schnellwachsende Pappeln revolutionieren die nachhaltige Landwirtschaft in Niedersachsen
Emilia NeumannSchnellwachsende Pappeln revolutionieren die nachhaltige Landwirtschaft in Niedersachsen
In Drögennindorf in Niedersachsen wird derzeit mit einem schweren Bagger schnellwachsende Pappeln geerntet, die vor neun Jahren gepflanzt wurden. Das Holz mit Stammdurchmessern von etwa 35 Zentimetern soll in diesem Herbst gehäckselt und zu Biomasse-Brennstoff verarbeitet werden. Die Arbeiten sind Teil eines Forschungsprojekts, das die Agroforstwirtschaft für Landwirte attraktiver gestalten soll.
Das Projekt PoplarValue zielt darauf ab, Agroforstsysteme wirtschaftlicher und praxistauglicher zu machen. Unter der Leitung von Gabriele Kowalski-Ludwig vom Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie arbeitet das Team mit der Lignovis GmbH zusammen, um verschiedene Pappelsorten zu testen.
Die Forscher untersuchen Wachstumsraten, Arbeitseffizienz und das wirtschaftliche Potenzial der Bäume. Die nach fast einem Jahrzehnt geernteten Pappeln zeigen, wie schnellwachsende Sorten in nachhaltige Landwirtschaftsmodelle integriert werden können. Das gehäckselte Holz wird anschließend als erneuerbare Energiequelle genutzt.
Die Ergebnisse des Projekts könnten die zukünftige Agroforstwirtschaft in Deutschland prägen. Durch die Analyse verschiedener Sorten und Erntemethoden hofft das Team, Modelle zu entwickeln, die Landwirte als zusätzliche Einnahmequelle überzeugen.
Die geernteten Pappeln werden bald zu Biomasse-Brennstoff verarbeitet. Falls erfolgreich, könnten die wirtschaftlichen Modelle des Projekts mehr Landwirte dazu bewegen, Agroforstsysteme einzuführen. Die Forschung geht weiter, während das Team seine Methoden für eine breitere Anwendung verfeinert.






