07 May 2026, 12:22

Wasserstoff-Ziele gescheitert: Warum Millionen Fördergelder ungenutzt bleiben

Gelber Wasserstoff-elektrischer Auto vor einem Gebäude mit Absperrpoller, Bannern, Menschen, Schildern, einer Topfpflanze, Deckenleuchten und Ventilatoren.

Wasserstoff-Ziele gescheitert: Warum Millionen Fördergelder ungenutzt bleiben

Deutschlands Wasserstoff-Zukunft stockt – Millionen bleiben ungenutzt

Die Pläne Deutschlands für eine wasserstoffbasierte Zukunft erleiden schwere Rückschläge. Trotz ehrgeiziger Ziele wurden Fördergelder für zentrale Projekte kaum abgerufen, und die gesetzten Vorgaben bleiben unerfüllt. Kritiker fragen inzwischen, ob Steuergelder sinnvoll in eine Energiequelle investiert wurden, die möglicherweise nie Haushalte oder Autos erreichen wird.

Die Bundesregierung konzentriert ihre Wasserstoffstrategie vor allem auf industrielle Nutzer, während Anwendungen für Verbraucher auf der Strecke bleiben. Experten zweifeln daran, dass Wasserstoff jemals praktikabel für die Beheizung von Wohnungen oder den Antrieb von Fahrzeugen sein wird – angesichts der hohen Produktionskosten. Gleichzeitig scheiterte die Förderung von Wasserstofftankstellen weitgehend: Von den geplanten 100 Stationen wurden nur 20 fertiggestellt, bevor das Programm auslief. Empfänger gaben sogar 9 Millionen Euro ungenutzter Mittel zurück, weil Projekte nicht realisiert wurden.

Auch in Bayern kommt die Wasserstoffförderung kaum voran. Von den 120 Millionen Euro, die bis 2025 für den Bau von Elektrolyseuren vorgesehen waren, flossen bisher nur 4,1 Millionen. Ähnlich verhält es sich bei den Tankstellen: Von 61 Millionen Euro wurden lediglich 16,3 Millionen abgerufen. Bis Ende 2025 dürften mehr als die Hälfte der 142 Millionen Euro für Energieforschungszuschüsse unangetastet bleiben.

Die Grünen-Politiker Martin Stümpfig und Markus Büchler werfen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) vor, die Gelder falsch verwaltet zu haben. Ihrer Ansicht nach wurden Steuergelder für Projekte verschwendet, die kaum spürbare Wirkung entfalten. Selbst wenn die heimische Produktion steigt, bliebe Deutschland auf massive Wasserstoffimporte angewiesen – ähnlich wie heute bei Erdgas.

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Die Wasserstoff-Initiative steht nun vor existenziellen Fragen zur Machbarkeit. Bei schwacher Nachfrage, ungenutzten Mitteln und verfehlten Zielen wirkt die Zukunft des Programms ungewiss. Einziger klarer Schwerpunkt bleibt die industrielle Nutzung, während Verbraucheranwendungen immer unwahrscheinlicher erscheinen.

Quelle