07 May 2026, 16:29

Volkswagen droht Produktionskürzung: Vier deutsche Werke zu teuer und ohne Zukunftsmodelle

Außenansicht der Puma-Fabrik in Deutschland mit Gebäuden, Fahrzeugen, Straßeninfrastruktur, Grünflächen und einem bewölkten Himmel.

Volkswagen droht Produktionskürzung: Vier deutsche Werke zu teuer und ohne Zukunftsmodelle

Volkswagen steht unter Druck, die Produktionskosten zu senken, nachdem vier seiner deutschen Werke als zu teuer eingestuft wurden. Das Unternehmen plant, die jährliche Produktion in Europa um bis zu 500.000 Fahrzeuge zu reduzieren. Konzernchef Oliver Blume nannte die Standorte Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm als die kostspieligsten – doch sie sind nicht die teuersten im gesamten Konzern.

Die vier unter die Lupe genommenen Werke fallen durch besonders hohe Stückkosten pro Fahrzeug auf. Allerdings liegt Porsches Werk in Zuffenhausen, wo der 911 und der Taycan vom Band rollen, mit über 13.000 Euro pro Auto deutlich an der Spitze. Auch der Porsche-Standort Leipzig überschreitet mit mehr als 6.500 Euro pro Fahrzeug die Kosten der anderen Werke, während Audis Fabrik in Neckarsulm bei etwa 6.200 Euro liegt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das eigentliche Problem der vier Volkswagen-Werke ist jedoch der Mangel an zukunftsfähigen Modellen. Aktuelle Prognosen deuten darauf hin, dass sie nur bis in die frühen 2030er-Jahre hinein Fahrzeuge produzieren werden. Bis 2025 sollen die Kosten in Zwickau auf unter 4.500 Euro pro Auto sinken, in Emden auf etwa 5.500 Euro.

Blume bezeichnete Werksschließungen als „die schlechteste und teuerste Lösung“ und setzt stattdessen auf Partnerschaften. Einige Beobachter vermuten jedoch, dass die Drohung mit Stilllegungen genutzt wird, um die Belegschaften zu Zugeständnissen zu drängen. Porsche hingegen hat trotz höherer Ausgaben bisher größere Kostensenkungsgespräche vermieden.

Volkswagens Plan zur Kapazitätsreduzierung wird die deutschen Standorte grundlegend verändern. Die vier Werke stehen vor einer ungewissen Zukunft, in der Kostensenkungen und mögliche Kooperationen auf dem Tisch liegen. Die Strategie des Konzerns wird entscheiden, ob diese Standorte über die frühen 2030er-Jahre hinaus überlebensfähig bleiben.

Quelle