Osnabrück will CO₂-Ausstoß bis 2040 um 85 Prozent senken – so geht's
Osnabrück stellt ehrgeizigen Plan für drastische CO₂-Reduktion bis 2040 vor
Die Stadt Osnabrück hat einen ambitionierten Fahrplan vorgestellt, um ihren CO₂-Fußabdruck in den nächsten zwei Jahrzehnten radikal zu verringern. Bis 2040 soll der durchschnittliche Pro-Kopf-Ausstoß von derzeit sieben Tonnen auf nur noch eine Tonne pro Jahr sinken. Eine öffentliche Konsultation zu den geplanten Maßnahmen läuft vom 12. September bis zum 7. Oktober online.
Die neue Klimastrategie baut auf einer Bürgerinitiative auf, die von Osnabrück Klimaneutral ins Leben gerufen wurde. Um eine breitere Beteiligung zu ermöglichen, veranstaltet die Stadt am 25. September ein Präsenzforum, zu dem 500 zufällig ausgewählte Bürger:innen sowie lokale Meinungsbildner:innen eingeladen werden. Der endgültige Maßnahmenkatalog wird nach Abschluss der Konsultationsphase der Öffentlichkeit präsentiert.
Zentrale Ziele umfassen die Klimaneutralität der Stadtverwaltung bis 2030. Fossile Heizsysteme sollen schrittweise abgeschafft, während Fernwärmenetze ausgebaut werden. Auch die Solarenergie spielt eine Schlüsselrolle: Geplant ist der Ausbau von Dach- und Freiflächenanlagen, um den steigenden Strombedarf zu decken.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Verkehr. Bis 2040 sollen 35 Prozent aller Wege in Osnabrück mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Gemeinsam mit der Hamburg Institut Consulting GmbH analysiert die Stadt, wo sich zusätzliche CO₂-Einsparungen erzielen lassen.
Die Vorschläge markieren einen bedeutenden Schritt hin zu den langfristigen Klimazielen Osnabrücks. Bei Umsetzung würden die Maßnahmen den Pro-Kopf-Ausstoß innerhalb von 17 Jahren um 85 Prozent senken. Nun wird die Stadt die Pläne auf Basis des öffentlichen Feedbacks überarbeiten, bevor die Strategie finalisiert wird.






