Wohnungsarmut droht: NRW-Babyboomer kämpfen mit explodierenden Mieten und Mini-Renten
Leni SchröderWohnungsarmut droht: NRW-Babyboomer kämpfen mit explodierenden Mieten und Mini-Renten
Über eine Million Babyboomer in Nordrhein-Westfalen könnten in den nächsten zehn Jahren mit Wohnkosten kämpfen
Ein neuer Bericht warnt vor einem wachsenden Risiko der Wohnungsarmut unter Rentnern, da die Mieten weiter steigen. Viele stehen vor finanziellen Belastungen, weil die gesetzliche Rente oft nicht ausreicht, um die grundlegenden Lebenshaltungskosten zu decken.
Das Pestel-Institut gibt an, dass mehr als eine Million Menschen, die zwischen 1955 und 1969 in Nordrhein-Westfalen geboren wurden, bald von Wohnungsarmut betroffen sein könnten. Diese Gruppe macht etwa 40 Prozent der Nachkriegsgeneration in Deutschland aus, die bis 2036 in Rente gehen wird. Bundesweit werden rund 5,1 Millionen Babyboomer voraussichtlich weniger als 800 Euro monatlich aus ihrer gesetzlichen Rente erhalten.
Aktuell sind bereits über 760.000 Rentner in Deutschland auf Grundsicherungsleistungen angewiesen – das entspricht etwa 4,3 Prozent aller Ruheständler. Steigende Mieten und niedrige Renten treiben immer mehr ältere Menschen in finanzielle Not.
Robert Feiger, Vorsitzender der Gewerkschaft IG Bau, bezeichnet bezahlbaren Wohnraum als „das soziale Thema Nummer eins“. Er argumentiert, dass mehr Neubauten den Wohnungsmangel lindern und das Wirtschaftswachstum ankurbeln würden. Feiger ist zudem überzeugt, dass der Erfolg der Regierung bei der Bewältigung dieser Krise über die Zukunft der aktuellen Koalition entscheiden könnte.
Ohne Gegenmaßnahmen könnten viele Rentner in den kommenden Jahren Probleme haben, sich Wohnen leisten zu können. Die Kombination aus niedrigen Renten und hohen Mieten setzt einen erheblichen Teil der Babyboomer-Generation dem Risiko aus, in finanzielle Not zu geraten. Experten betonen, dass der Ausbau bezahlbaren Wohnraums entscheidend ist, um weitverbreitete wirtschaftliche Härten unter älteren Menschen zu verhindern.






