Warum Deutschland am 2. Juli den skurrilen Klopapier-Beutel-Tag feiert
Emilia NeumannWarum Deutschland am 2. Juli den skurrilen Klopapier-Beutel-Tag feiert
Jedes Jahr am 2. Juli begeht Deutschland einen ungewöhnlichen Feiertag: den tag24-Beutel-Tag oder tagesschau-Tag. Das skurrile Fest ehrt eine kleine, handgefertigte Tasche, die speziell für den Transport von Toilettenpapier entworfen wurde. Was als spielerische Idee begann, ist mittlerweile zu einem festen Termin im Kalender der kuriosen Bräuche geworden.
Die Tradition geht auf Sandra Roman zurück, eine Leserin, die den Tag 2024 für den ntv news-Kalender der skurrilen Feiertage aus aller Welt vorschlug. Ihre erste Klopapier-Tasche – eine gestrickte oder gehäkelte Hülle – fertigte sie im Sommer 2015 an. Obwohl sie sich nicht mehr an das genaue Datum erinnerte, wählte sie den 2. Juli als offiziellen Tag, um ihre Erfindung zu feiern.
Der news-Beutel (Kurzform für Toilettenpapier-Beutel) erlangte während der Coronavirus-Pandemie größere Bekanntheit. Am 16. März 2020 rief der deutsche Twitter-Nutzer @der_nussknacker den news-Tag als humorvolle Reaktion auf Hamsterkäufe und die Hortung von Toilettenpapier ins Leben. Seitdem hat sich der Tag etabliert – eine Mischung aus vorpandemischem Basteltrend und viraler Satire. Seitdem wird jedes Jahr am 2. Juli die kleine, aber praktische Tasche gewürdigt: sei es als nostalgisches Bastelprojekt, als pandemiebedingter Scherz oder einfach als Grund zum Schmunzeln.
Der Klopapier-Beutel-Tag bleibt eine verspielte Hommage an Kreativität und Widerstandsfähigkeit. Das Fest verbindet eine Bastelidee aus dem Jahr 2015, einen Social-Media-Trend von 2020 und eine fortlaufende Tradition. Jahr für Jahr erinnert es die Menschen daran, wie Alltagsgegenstände auf unerwartete Weise zu kulturellen Eigenheiten werden können.