25 June 2026, 12:12

Vom Todesstreifen zum Radweg: Wie die Berliner Mauer neu entdeckt wird

Kein Ende der Geschichte

Vom Todesstreifen zum Radweg: Wie die Berliner Mauer neu entdeckt wird

Die Pläne, den ehemaligen Todesstreifen der Berliner Mauer in einen Radweg umzuwandeln, begannen bereits 1990. Die Initiative fand Unterstützung bei Umwelt- und Verkehrsverbänden, darunter die Partei Bündnis 90/Die Grünen. Ihre Bemühungen führten zur Schaffung einer speziellen Radroute entlang der historischen Grenze.

Im August 1990 setzte sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) für einen Radweg entlang der alten Mauer ein. Noch im selben Jahr markierte der Verband zwischen den beiden Mauerresten in Neukölln erste Radwegstreifen auf dem Asphalt.

Die Grünen griffen das Anliegen im November 2000 auf und schlugen vor, den Berliner Abschnitt des ehemaligen Zollstreifens als öffentlichen Weg auszuweisen. Das Berliner Abgeordnetenhaus stimmte dem Antrag im April 2001 zu.

2001 veröffentlichte die Partei eine Broschüre über die Mauer-Radroute, die später als Berliner Mauer-Radweg-Führer erschien. Michael Cramer startete im selben Jahr die ersten geführten Touren entlang des Streifens. Er erweiterte und aktualisierte den Führer kontinuierlich – die 11., überarbeitete Auflage erschien 2025.

Aus einer einst trennenden Grenze wurde so eine beliebte Radstrecke, die heute sowohl als Freizeitroute als auch als historisches Mahnmal dient. Der Führer und die Touren helfen Besuchern, ihre Bedeutung zu erkunden.

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