Leroy Sané zwischen Kritik und Triumph: Warum die DFB-Elf ihn braucht
Emilia NeumannLeroy Sané zwischen Kritik und Triumph: Warum die DFB-Elf ihn braucht
Die Debatte über Leroy Sanés Rolle in der deutschen Nationalmannschaft hat sich in den letzten Wochen zugespitzt. Trotz starker Leistungen und öffentlicher Unterstützung durch seine Mannschaftskollegen wird er von Kritikern als Störfaktor dargestellt. Die kritischen Stimmen begleiten ihn bereits seit seinem Wechsel zu Galatasaray Istanbul.
Sanés Leistungen auf dem Platz sind jedoch unbestreitbar. Beim entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei erzielte er zwei Tore und bereitete ein weiteres vor – und sicherte damit Deutschlands Teilnahme. Zudem schoss er im letzten Testspiel vor dem Turnier gegen die USA den Siegtreffer.
Selbst nach dem 7:1-Erfolg gegen Curaçao hoben einige Beobachter weiterhin Schwächen in seinem Spiel hervor. Sein Mannschaftskamerad Ilkay Gündoğan, der mit ihm sowohl bei Manchester City als auch bei Galatasaray gespielt hat, warnte, dass ständige Kritik einen kreativen Spieler wie Sané einengen könne. Kapitän Joshua Kimmich und Bundestrainer Julian Nagelsmann verteidigten ihn öffentlich und lobten seinen Einsatz sowie seine defensiven Bemühungen.
Andere Spieler wie Nadiem Amiri stehen hingegen weniger in der Kritik. Bei einer Pressekonferenz wurde nicht einmal die Frage aufgeworfen, wie er sich im Konkurrenzkampf mit dem verletzten Jamal Musiala behaupten wird – obwohl Amiri kürzlich mit einer sehenswerten Vorlage glänzte. Manche Kritiker gehen sogar so weit zu behaupten, Sanés Wechsel in die türkische Liga habe das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere eingeläutet.
Trotz der anhaltenden Diskussionen bleibt Sané eine Schlüsselfigur für die DFB-Elf. Seine Leistungen bringen Ergebnisse, doch der Kontrast zwischen der öffentlichen Kritik und der Rückendeckung durch Trainer und Kapitän könnte nicht größer sein. Unabhängig von seinen Beiträgen sorgt seine Position im Team weiterhin für Gesprächsstoff.
