Verkehrsgerichtstag 2026: Drohnen, EU-Strafen und neue Regeln für mehr Sicherheit
Emma BeckerVerkehrsgerichtstag 2026: Drohnen, EU-Strafen und neue Regeln für mehr Sicherheit
64. Deutscher Verkehrsgerichtstag beginnt am 29. Januar 2026 in Goslar
Vom 29. bis 30. Januar 2026 findet im Kaiserpfalz Goslar der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag statt. Die Fachkonferenz bringt Juristinnen und Juristen zusammen, um aktuelle Fragen des Verkehrsrechts und der Verkehrssicherheit zu erörtern.
Den Eröffnungsvortrag hält Bundesgeneralstaatsanwalt Jens Rommel. Im Mittelpunkt seiner Rede stehen die rechtlichen Konsequenzen bei der Nutzung von Kraftfahrzeugen in illegalen Straßenrennen, Amokfahrten und terroristischen Anschlägen.
In verschiedenen Arbeitskreisen werden zentrale Themen behandelt: Ein Gremium befasst sich mit der Durchsetzung von EU-weit verhängten Verkehrsstrafen, Ablenkung am Steuer sowie Entschädigungen für Fahrzeugausfallzeiten. Ein weiterer Arbeitskreis analysiert Alkoholisierung bei Radfahrern und E-Bike-Nutzern und prüft Standards für die Führerscheinprüfung. Zudem geht es um den Einsatz von Gebrauchtteilen bei Unfallreparaturen und die Vorteile einer verbesserten UnfallDatenerfassung für die Verkehrssicherheit.
Arbeitskreis VIII widmet sich einer besonderen Herausforderung: der Kapazität des Luftraums angesichts der zunehmenden DrohnenNutzung. Die Konferenz sucht nach rechtlichen und praktischen Lösungsansätzen für diese und weitere Problemfelder.
Die zweitägige Veranstaltung bietet Verkehrsexpertinnen und -experten eine Plattform, um Regelungen zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Die Beschlüsse könnten künftige Politiken in den Bereichen Verkehrssicherheit, Fahrzeugnutzung und Luftraummanagement prägen – mit möglichen Auswirkungen auf die Rechtspraxis in Deutschland und der EU.