Ver.di-Streiks legen Niedersachsen lahm – Kundgebung in Hannover erwartet
Emilia NeumannVer.di-Streiks legen Niedersachsen lahm – Kundgebung in Hannover erwartet
Öffentliche Dienstleistungen in Niedersachsen vor massiven Einschränkungen durch Ver.di-Streiks
In der nächsten Woche kommt es in Niedersachsen zu erheblichen Beeinträchtigungen im öffentlichen Dienst, da die Gewerkschaft Ver.di zu flächendeckenden Streiks aufruft. Beschäftigte aus Universitäten, Krankenhäusern und Agenturen für Arbeit werden ihre Arbeit niederlegen, um gemeinsam gegen Löhne und Arbeitsbedingungen zu protestieren. Höhepunkt der Aktion ist eine Großkundgebung in Hannover am 3. Februar.
Die Streiks beginnen bereits am 2. Februar: Mitarbeiter der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) legen bis zum 4. Februar die Arbeit nieder. Gleichzeitig ruht der Winterdienst in Hannover, Hameln und Hildesheim – Straßen könnten bei Glätte unbehandelt bleiben.
Am 3. Februar schließen sich die Beschäftigten von IT.Niedersachsen den Protesten an, wodurch technische Unterstützung und Störungsbehebungen bis zum 5. Februar eingeschränkt werden. Um 10:30 Uhr findet vor dem Finanzministerium in Hannover eine zentrale Kundgebung statt. Nach Redebeiträgen wollen die Demonstranten zum Goseriede-Platz ziehen.
Vom 4. bis 6. Februar streiken Mitarbeiter des Universitätsklinikums Göttingen (UMG), was zu Einschränkungen im Krankenhausbetrieb führt. Auch die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule Hannover, das Landesamt für Statistik und mehrere Arbeitsämter beteiligen sich an den Arbeitsniederlegungen.
Die Streiks werden mehrere Tage lang zentrale Dienstleistungen lahmlegen – von der Gesundheitsversorgung über Bildung bis hin zur Verkehrssicherheit. Ver.di unterstreicht damit die anhaltenden Konflikte um Löhne und Arbeitsbedingungen im öffentlichen Sektor des Landes. Bürger und Nutzer öffentlicher Einrichtungen werden aufgefordert, sich auf Verzögerungen und eingeschränkte Verfügbarkeiten einzustellen.