22 March 2026, 12:20

Thüringen startet Milliardenspritze für Infrastruktur und Digitalisierung bis 2036

Plakatwerbung Bergbahn, Deutschland als elektrisches Stadt mit Bildern von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

Wolf: "Geschwindigkeit zählt bei Investitionen" - Thüringen startet Milliardenspritze für Infrastruktur und Digitalisierung bis 2036

Thüringen hat ein Investitionsprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro gestartet, um lokale Projekte in den nächsten sechs Jahren zu beschleunigen. Das Bundesland setzt Mittel des Bundes ein, um Rückstände in Infrastruktur, Digitalisierung und öffentlichen Dienstleistungen abzubauen. Behördenvertreter betonen, dass das Programm Bürokratie abbaue und Verbesserungen für Bürger und Unternehmen schneller vorantreibe.

Bis 2036 erhält Thüringen 2,5 Milliarden Euro aus dem Bundessondervermögen. Davon sind allein 633 Millionen Euro für die Jahre 2024 und 2025 vorgesehen. Anders als andere Regionen verteilt Thüringen die Gelder direkt an die Kommunen über ein eigenes Förderprogramm, das bis 2029 läuft.

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Die Mittel decken Zinsen und Tilgungen ab, sodass Städte und Gemeinden sofort mit der Umsetzung beginnen können. Vorrang haben bereits in Planung befindliche Vorhaben, darunter zehn Millionen Euro für digitale Gesundheitssysteme und 16 Millionen Euro für ein neues Landesrechenzentrum. Weitere acht Millionen Euro fließen in Niederflurbusse, um den ÖPNV barrierefreier zu gestalten.

Zusätzlich wurden 75 Millionen Euro für die Umstrukturierung des Thüringer Krankenhausnetzes bereitgestellt. Finanzministerin Katja Wolf unterstrich die Dringlichkeit angesichts steigender Kosten, die mit globalen Konflikten wie der Krise im Iran zusammenhängen. Die Investitionen umfassen die Bereiche Sicherheit, Energie, Bildung und Forschung – Gebiete, in denen Finanzierungslücken Fortschritte verzögert haben.

Das Programm zielt darauf ab, langjährige Infrastrukturengpässe zu beheben und dabei den bürokratischen Aufwand so gering wie möglich zu halten. Mit staatlich besicherten Krediten und direkten Zuschüssen können die Kommunen Modernisierungen vorantreiben, die sonst auf unbestimmte Zeit verschoben würden. Die erste Welle der Projekte soll bereits in den kommenden Monaten starten.

Quelle