Schweinsteiger löst Rassismus-Debatte nach "wildem Fußball"-Kommentar aus
Leni SchröderSchweinsteiger löst Rassismus-Debatte nach "wildem Fußball"-Kommentar aus
Die deutsche Mannschaft sicherte sich mit einem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste den Erfolg in ihrem Gruppenspiel. Nach der Partie äußerte sich der ehemalige deutsche Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger zum Spielstil der ivorischen Mannschaft und bezeichnete ihn als unberechenbar und unkonventionell.
Schweinsteiger sagte, der Ansatz des Teams sei „etwas afrikanischer Fußball, etwas wild“ und nicht stark von Taktik geprägt. Später präzisierte er, seine Aussagen hätten sich auf die Fußballstrategie bezogen, nicht auf die Spieler selbst, und betonte, er habe niemanden beleidigen wollen.
Der Trainer der Elfenbeinküste, Emerse Faé, kritisierte die Bemerkungen scharf und bezeichnete sie als rassistisch. Er räumte zwar ein, Schweinsteigers Worte könnten eine ungeschickte Äußerung gewesen sein, die nicht seine wahre Haltung widerspiegele. Faé hatte sein Team kürzlich zu einem 2:0-Sieg gegen Curaçao geführt und damit erstmals den Einzug in die K.-o.-Phase einer Weltmeisterschaft geschafft.
ARD-Intendant Axel Balkausky stellte sich hinter Schweinsteiger und erklärte, die Kommentare hätten sich auf taktische Aspekte bezogen, nicht auf Einzelpersonen. Einige Experten hingegen argumentierten, die Aussagen bedienten rassistische Klischees. Jürgen Klopp, auf die Kontroverse angesprochen, wirkte befangen und bezeichnete das Thema als ernst und heikel.
Der Austausch zwischen Schweinsteiger und Faé könnte im Laufe des Turniers zu weiteren Gesprächen zwischen den beiden führen. Die Debatte zeigt, wie unterschiedlich Schweinsteigers Worte interpretiert werden. Während die Elfenbeinküste im Turnier vorankommt, dürfte die Diskussion um die Äußerungen anhalten. Beide Seiten haben ihre Standpunkte deutlich gemacht.
