27 June 2026, 06:15

Pistorius lehnt Wehrpflicht ab und kritisiert Milliarden-Mehrkosten bei Fregatten-Projekt

Pistorius sieht weiterhin keinen Bedarf an der Einberufung

Pistorius lehnt Wehrpflicht ab und kritisiert Milliarden-Mehrkosten bei Fregatten-Projekt

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat eine Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht trotz anhaltendem Personalmangel ausgeschlossen. Gleichzeitig kritisierte er die stark gestiegenen Kosten für das Fregatten-Projekt F126: Eine Erhöhung um acht Milliarden Euro nannte er inakzeptabel.

Die Rückkehr zur Wehrpflicht für alle kommt für die Bundesregierung nicht infrage. Als Hauptgründe nennen Beamte fehlendes Ausbildungspersonal und unzureichende Infrastruktur. Auch eine bedarfsgerechte Auswahlmusterung steht derzeit nicht zur Debatte.

In den kommenden Jahren bleibt die Bundeswehr auf freiwillige Rekrutierung setzt. Die Koalition einigte sich darauf, dass bei einem Überhang an offenen Stellen im Vergleich zu qualifizierten Bewerbern nachgesteuert werden könnte. Die Truppe wird ausgebaut, ihre Entwicklung wird von der Regierung genau beobachtet.

Pistorius betonte die Bedeutung modernster Technologie und kostengünstiger Drohnen für die militärische Schlagkraft. Zudem fordert er von der Rüstungsindustrie, das Know-how der Automobilbranche stärker zu nutzen. Um die Lieferketten abzusichern, wurde ein runder Tisch für den branchenübergreifenden Austausch eingerichtet.

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Die Position des Ministers ist klar: Keine Rückkehr zur Wehrpflicht, stattdessen Konzentration auf moderne Lösungen. Die Kostenexplosion beim F126-Projekt bleibt ein zentrales Problem. Künftige Anpassungen bei der Personalgewinnung hängen von Bedarf und verfügbarem Nachwuchs ab.

Quelle