07 May 2026, 18:15

Osnabrücks Kampagne hilft Senioren beim Zugang zum neuen Wohngeld Plus

Ein gemütliches Wohnzimmer in einer Seniorenwohnanlage mit Sofas, Stühlen, Tischen, Lampen, Blumentöpfen, einem Teppich, Wanddekorationen, einem Bücherregal und Deckenleuchten.

Osnabrücks Kampagne hilft Senioren beim Zugang zum neuen Wohngeld Plus

Neue Wohngeldreform in Deutschland soll finanzielle Belastung einkommensschwacher Haushalte lindern

Steigende Inflation, hohe Lebensmittelpreise und explodierende Energiekosten machen vielen Menschen in Deutschland das Wohnen zunehmend unbezahlbar. Die Stadt Osnabrück hat nun eine Informationskampagne gestartet, um Seniorinnen und Senioren den Zugang zu den dringend benötigten Leistungen zu erleichtern.

Die Bundesregierung führte mit dem „Wohngeld Plus“ eine Reform ein, die Haushalten zugutekommen soll, die keine Sozialhilfe beziehen. Durch die Neuregelung verdreifacht sich die Zahl der Anspruchsberechtigten, und die durchschnittliche monatliche Unterstützung steigt auf 370 Euro pro Haushalt.

Um die Inanspruchnahme zu fördern, hat Osnabrück den Flyer „Wohngeld für Senioren“ erstellt. Der Seniorenbeirat und seine Partner verteilen das Infomaterial bei Beratungsveranstaltungen und in Gemeinschaftszentren. Viele anspruchsberechtigte ältere Menschen erhalten derzeit keine Leistungen – sei es aus Unwissenheit, wegen Vorbehalten gegenüber staatlicher Hilfe oder wegen Schwierigkeiten bei der Online-Antragstellung.

Das Wohngeldamt Osnabrück bietet Unterstützung bei der Antragstellung an, darunter auch telefonische Erstberatungen, um persönliche Vorsprachen zu reduzieren. Weitere Hilfestellung gibt es bei der Arbeitslosen-Selbsthilfe (ASH), der Caritas, der Diakonie sowie über das städtische Serviceportal. Mieter wie auch Eigentümer – einschließlich Bewohner von Senioren- oder Pflegeheimen – können einen Anspruch auf die Förderung haben.

Ziel der Kampagne ist es, Hürden für ältere Menschen beim Beantragen von Wohngeld abzubauen. Angesichts der höheren Leistungen und der erweiterten Anspruchsberechtigung könnte die Reform die Lebensbedingungen einkommensschwacher Senioren deutlich verbessern. Die Beratungsstellen gehen nun aktiv auf Betroffene zu, um sicherzustellen, dass die Hilfe auch bei denen ankommt, die sie am dringendsten benötigen.

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