28 June 2026, 22:19

NRW-Wähler setzen neue Prioritäten: Infrastruktur statt Migration im Fokus

Infratest: Bedeutende Verluste für die CDU in NRW - AfD auf Rekordhoch

NRW-Wähler setzen neue Prioritäten: Infrastruktur statt Migration im Fokus

Wähler in Nordrhein-Westfalen haben ihre Prioritäten verschoben. An der Spitze der Sorgen stehen nun Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehr – 31 Prozent der Bürger nennen diese Bereiche als die dringendsten Probleme. Das Thema Migration ist auf der Agenda dagegen nach hinten gerückt, während wirtschaftliche und alltagsbezogene Ängste wachsen.

Die Zufriedenheit mit der Landesregierung ist seit Februar deutlich gesunken. Nur noch 42 Prozent bewerten ihre Arbeit positiv. Auch die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst verliert in der Wählergunst – mit einem Rückgang um drei Punkte auf 32 Prozent.

Wirtschaftliche Sorgen nehmen im Land zu. Lediglich 22 Prozent der Wähler bezeichnen die wirtschaftliche Lage als sehr gut oder gut – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Angst vor Arbeitsplatzverlust steigt: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten nun um ihren Job, sechs Punkte mehr als 2023.

Die politischen Verschiebungen zeigen sich in den aktuellen Umfragen. Die Grünen legen zwei Punkte zu und kommen auf 15 Prozent, während die rechtspopulistische AfD mit 17 Prozent ihr bestes Ergebnis im Land erzielt. Die SPD verliert drei Punkte und liegt ebenfalls bei 17 Prozent – nahe an ihrem bisherigen Tiefstand. Die FDP überspringt unterdessen mit einem Plus von einem Punkt erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde.

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Auch der Alltag der Bürger verändert sich. Jeder vierte Einwohner passt wegen steigender Kosten seine Reisepläne an – viele wählen günstigere Alternativen oder sagen Reisen ganz ab. Nur sechs Prozent glauben, dass Deutschland Fortschritte bei der Bürokratieabbau gemacht hat.

Die politische Landschaft des Bundeslandes ist im Umbruch. Während Infrastruktur und Wirtschaft die Debatte prägen, bröckelt die Unterstützung für die etablierten Parteien. AfD und Grüne haben an Zuspruch gewonnen – ein Zeichen für die wachsende Unzufriedenheit mit den aktuellen Verhältnissen.

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