Grüne planen Bahn-Revolution in NRW: Modernisierung und neue Strecken
Emilia NeumannGrüne planen Bahn-Revolution in NRW: Modernisierung und neue Strecken
Die Grünen legen Schwerpunkte für besseren Schienenverkehr in Nordrhein-Westfalen fest
Die Grünen haben ihre Prioritäten für die Verbesserung des Schienenverkehrs in Nordrhein-Westfalen dargelegt. Eine zuverlässige, sichere und attraktive Bahninfrastruktur sei entscheidend, um die Abhängigkeit vom privaten Pkw zu verringern, so die Partei. Geplant sind umfangreiche Modernisierungen und neue Infrastrukturprojekte, um dieses Ziel zu erreichen.
Besonderes Augenmerk legen die Grünen auf die Elektrifizierung und Verlängerung der S7-Linie bis Düsseldorf. Zudem fordern sie eine Umleitung der RE2-Linie, um eine direkte Verbindung zwischen Solingen, dem Wuppertaler Hauptbahnhof und dem östlichen Ruhrgebiet herzustellen. Vor Baubeginn des Rhein-Ruhr-Express (RRX) bestehen sie auf den Bau zusätzlicher Weichen in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte.
Nach den jüngsten Sperrungen auf den Linien RE7 und RB48, die zu Reisebehinderungen geführt hatten, sind die Strecken nun wieder befahrbar. Die Partei warnt jedoch vor weiteren umfangreichen Bauarbeiten. Zwar werde das deutsche Schienennetz modernisiert, doch gehe dies mit erheblichen Einschränkungen für Fahrgäste einher.
Um künftige Beeinträchtigungen zu minimieren, setzen sich die Grünen für eine schnellere Aufrüstung der Signaltechnik und eine bessere Koordinierung der Bauvorhaben ein. Auch lokale Anliegen – etwa die Rolle des Bahnhofs Hilden oder der Bedarf an kommunalübergreifenden Busverbindungen – müssten in der Landes- und VRR-Verkehrsplanung Berücksichtigung finden. Leon Kröck, Fraktionsvorsitzender der Solinger Grünen, dankte den Anwohnern für ihre Geduld während der anhaltenden Bauarbeiten.
Mittelfristig strebt die Partei an, den Schienenverkehr zuverlässiger, sicherer und attraktiver zu gestalten. Diese Veränderungen seien entscheidend, um mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen. Die Vorschläge zielen sowohl auf großangelegte Infrastrukturprojekte als auch auf die Berücksichtigung regionaler Bedürfnisse ab.
