Niedersachsen 2025: Weniger Kriminalität, aber mehr Messerangriffe als je zuvor
Mila VoigtWeniger Straftaten, aber mehr Messerangriffe - Niedersachsen 2025: Weniger Kriminalität, aber mehr Messerangriffe als je zuvor
Niedersachsen verzeichnet 2025 Rückgang der Gesamtkriminalität – Messerangriffe nehmen jedoch zu
In Niedersachsen ist die Gesamtzahl der Straftaten im Jahr 2025 gesunken: Die registrierten Delikte gingen von 529.264 im Vorjahr auf 506.634 zurück. Gleichzeitig stiegen jedoch messerbezogene Vorfälle, was die Behörden zum Handeln veranlasste. Innenministerin Daniela Behrens kündigte nun ein landesweites Waffenverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln an.
Die Zahl der Messerangriffe in Niedersachsen erhöhte sich 2025 um 130 Fälle auf insgesamt 3.185 Vorfälle. Mehr als die Hälfte davon – 1.739 Fälle – betraf Drohungen ohne körperliche Gewalt. Schwerwiegende Verletzungen durch Messer gingen hingegen zurück: Mit 112 Fällen weniger als im Vorjahr sank die Gesamtzahl auf 766.
Die allgemeine Kriminalitätsstatistik des Landes verbesserte sich, unter anderem wegen der Entkriminalisierung von Cannabis, die zu 5.572 weniger registrierten Straftaten führte. Behrens betonte den Rückgang der Fallzahlen und eine stabile Aufklärungsquote. Niedersachsen könnte demnach bald zu den sichersten Regionen Deutschlands zählen.
Als Reaktion auf die Zunahme von Messerdelikten verhängte die Landesregierung ein Verbot, Waffen in öffentlichen Verkehrsmitteln mitzuführen. Das Verbot gilt in Bussen, Zügen, Fähren, Bahnhofsgebäuden, auf Bahnsteigen und in Unterführungen. Eine detaillierte Analyse der Ursachen für den Anstieg oder früherer Präventionsmaßnahmen steht noch aus.
Das neue Waffenverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln soll messerbezogene Drohungen und Angriffe eindämmen. Angesichts sinkender Kriminalitätsraten und stabiler Aufklärungsquoten erwarten die Behörden, dass die Maßnahme die Sicherheit im gesamten Land weiter stärkt. Das Verbot erstreckt sich auf alle großen Verkehrsachsen und Knotenpunkte in Niedersachsen.






