Adidas setzt 2024 auf Direktverkäufe und wachsende Märkte in Asien
Adidas hat für das Jahr 2024 einen Gesamtumsatz von 23,4 Milliarden US-Dollar gemeldet. Die Verkaufsstruktur des Unternehmens hat sich in den letzten fünf Jahren deutlich verändert – angetrieben durch veränderte Konsumgewohnheiten und Markttendenzen. Direktvertriebskanäle spielen mittlerweile eine weitaus größere Rolle in der Unternehmensstrategie.
2019 machten Direktverkäufe an Endkunden lediglich 28 % des Adidas-Umsatzes aus. Bis 2024 stieg dieser Anteil auf 42 % – ein Zeichen für den starken Ausbau von E-Commerce und eigenem Einzelhandel. Die Pandemie beschleunigte diesen Wandel, da immer mehr Kundinnen und Kunden auf Online-Käufe umstiegen.
Schuhe bleiben mit 54,7 % des Gesamtumsatzes im Jahr 2024 die wichtigste Einnahmequelle des Konzerns. Bekleidung folgt mit 38,0 %, wobei Damenmode als das am schnellsten wachsende Segment hervortritt. Die Kategorie Zubehör und Ausrüstung, die zwar nur 7,3 % des Umsatzes ausmacht, verzeichnete ein kräftiges Wachstum von jährlich 14,8 % und erreichte Bruttomargen von 40 bis 42 %.
Europa bleibt mit einem Anteil von 35 bis 38 % am Umsatz der größte Absatzmarkt für Adidas. Nordamerika folgt mit 25 bis 28 %. Gleichzeitig verzeichnet die Region Asien-Pazifik ein rasantes Wachstum von 11,3 % pro Jahr. Allein China erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 2,8 Milliarden US-Dollar, während der indische Markt bis 2028 voraussichtlich 620 Millionen US-Dollar erreichen wird.
Die Umsatzzusammensetzung von Adidas stützt sich mittlerweile stark auf Direktverkäufe und Schuhe, während die am schnellsten wachsenden Segmente Damenbekleidung und hochmargiges Zubehör sind. Mit Europa als wichtigstem Markt und dem rasanten Aufstieg der Region Asien-Pazifik spiegelt die Strategie des Unternehmens sowohl regionale Stärken als auch die sich wandelnde Nachfrage der Verbraucher wider.






