26 June 2026, 00:15

Mercedes-Chef fordert Rückkehr zur 40-Stunden-Woche für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Mercedes-Benz-Betriebsrat lehnt 40-Stunden-Woche ab

Mercedes-Chef fordert Rückkehr zur 40-Stunden-Woche für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Martin Brudermüller, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Mercedes-Benz, hat eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche vorgeschlagen. Er argumentiert, dass dieser Schritt notwendig sei, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Derzeit arbeiten die Beschäftigten eine standardmäßige 35-Stunden-Woche.

Brudermüller betonte, dass die Lohnkosten von Mercedes-Benz in Deutschland im internationalen Vergleich zu hoch seien. Durch längere Arbeitszeiten könnten diese Kosten gesenkt und die Wettbewerbsposition gestärkt werden, so seine Überzeugung.

Ergun Lümali, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats des Unternehmens, lehnte den Vorschlag ab. Er erklärte, dass eine Ausweitung der Arbeitszeit ohne zusätzliche Bezahlung das Problem der unausgelasteten deutschen Standorte nicht löse. Lümali wies zudem darauf hin, dass Lohnverhandlungen von der IG Metall und den Arbeitgeberverbänden geführt würden, sodass direkte Gespräche derzeit nicht möglich seien.

Das Unternehmen prüft derzeit verschiedene Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und steht in laufendem Austausch mit den Arbeitnehmervertretern. Formelle Verhandlungen über eine Änderung der 35-Stunden-Woche wurden jedoch noch nicht aufgenommen.

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, wie Wettbewerbsfähigkeit und faire Arbeitsbedingungen in Einklang gebracht werden können. Während Mercedes-Benz mit hohen strukturellen Kosten in Deutschland kämpft, pochen die Arbeitnehmervertreter auf angemessene Vergütung. Vorerst bleibt es bei der 35-Stunden-Woche.

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